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Lesen gegen das Vergessen: Erich Burmeister von den Linken ist Mitinitiator der Aktion auf dem Neumarkt. Archiv-Foto: Thomas Nowaczyk

Lesen gegen das Vergessen

Verein startet neue Reihe mit Rundgängen

RECKLINGHAUSEN - Der Verein „Lesen gegen das Vergessen“ weitet seine Aktivitäten gegen Rechts aus. Mit drei besonderen Rundgängen beginnt die Reihe „Die andere Stadtführung – Gestern und Heute“.

Seit zehn Jahren erinnern sie mit einer zentralen Lesung im Juli an die Schrecken der NS-Herrschaft und gedenken der Bücherverbrennung auf dem Süder Neumarkt. Längst unterstützen alle demokratischen Parteien sowie viele bürgerschaftliche Institutionen die Veranstaltung. Inzwischen haben die Aktiven der Initiative „Lesen gegen das Vergessen“ einen Verein gegründet.

„Vor dem Hintergrund, dass wieder Rassisten, Neonazis und Rechtspopulisten in den Parlamenten sitzen und immer lauter werden, wollen wir noch stärker aufklären, Vergangenes in den Fokus rücken und den Bogen zur aktuellen politischen Situation spannen“, sagt Erich Burmeister. Mit drei 90-minütigen Stadtrundgängen wolle der Verein der Menschen gedenken, die während des Faschismus 1933 bis 1945 Opfer des Terrorregimes wurden. „Wir wollen Täter und Opfer nicht vergessen machen.“

Der erste Stadtrundgang findet am Mittwoch, 13. März, um 17 Uhr statt und thematisiert den 99. Jahrestag des Kapp-Lützwitz-Putsches. Am Mittwoch, 24. April, um 17 Uhr erinnert der Verein beim Rundgang an den Todestag des Reichstagsabgeordneten Albert Funk. Der 8. Mai 1945, der Tag der Befreiung am Ende des zweiten Weltkrieges, steht am Mittwoch, 8. Mai, 17 Uhr, im Mittelpunkt. Jeder Stadtrundgang soll mit einem Abschlussgespräch enden.

Weitere Informationen sowie Anmeldung für die kleine Lesung und die Stadtführungen bei Monika Schwarz vom Verein „Lesen gegen das Vergessen“, Tel. 9 37 86 96.

Am kommenden Sonntag, 10. Februar, erinnert der Verein „Lesen gegen das Vergessen“ an den Geburtstag von Bert Brecht (1898 – 1956). Um 19 Uhr sind alle Interessierten zu einer kleinen Lesung aus den Werken des verfemten Autors, der 1933 von den Nazis verboten wurde, in die Kellerstraße 7 eingeladen.

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