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So sah das Loch an der Feldstraße aus.

Sprengung auf der Feldstraße

Klaffendes Loch im Bürgersteig: Westnetz muss keine Konsequenzen ziehen

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Eine defekte 10.000-Volt-Leitung verursachte im Juni ein großes Loch auf der Feldstraße. Die Verantwortlichen gingen auf Ursachenforschung.

Update, 16. Juli:

Nachdem ein Kurzschluss auf der Feldstraße ein klaffendes Loch auf dem Gehweg verusacht hatte, ist der Netzbetreiber Westnetz vor Ort auf Ursachenforschung gegangen.

Das Ergebnis: Bei dem Kurzschluss einer älteren defekten Verbindungsmuffe der 10.000 Volt starken Leitung handele es sich nicht um einen Serienfehler. Laut einer Sprecherin von Westnetz müsste daher kein großflächiger Austausch gestartet werden.

Erstmeldung, 18. Juni:

Um 4.45 Uhr wurde die Feuerwehr wegen eines vermeintlichen Erdgas-Austritts zur Feldstraße alarmiert. Anwohner hatten einen lauten Knall vernommen. Vor Ort entdeckten die Einsatzkräfte das circa ein Quadratmeter große Loch im Bürgersteig.

Wie sich herausstellte, handelte es sich nicht um austretendes Erdgas. Eine defekte Mittelspannungsleitung hatte das klaffende Loch verursacht, wie Westnetz feststellen konnte. Schließlich stießen die Mitarbeiter auf die verkohlten Reste der gusseisernen Muffe.

"Dynamische Kräfte" verursachen Kurzschluss

Westnetzsprecherin Maren Frisch spricht von „dynamischen Kräften“, die sich bei Kurzschlüssen im Erdreich bilden könnten. Dass diese Kräfte ein Loch ins Erdreich sprengen, käme „sehr selten“ vor. Die etwa ein Meter unter dem Pflaster verbaute Muffe war etwa 30 bis 40 Jahre alt. Es gebe allerdings noch deutlich ältere Leitungen. Die neuen Leitungen und Muffen seien durch zusätzliche Isolierungen weit weniger anfällig für Kurzschlüsse. Ein solches modernes Verbindungsstück zweier Leitungsenden soll auch in dem Loch vor dem Haus Nummer 40 verlegt werden.

Mehrere Straßenzüge in der Umgebung waren kurzzeitig ohne Strom. Auch das Elisabeth-Krankenhaus war betroffen. Dort griff die Notstromversorgung. Das Loch im Bürgersteig liegt direkt gegenüber der Einfahrt zur Notaufnahme. Ein Mitarbeiter von Westnetz konnte die Stromversorgung nach rund einer halben Stunde wieder herstellen, vor allem das Elisabeth-Krankenhaus war zeitnah wieder am Netz.

Auch an der Halterner Straße hatte ein Kabeldefekt Folgen.

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