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Von Palmkirmes bis Philharmonie: Die Bronzeplatte am Martinitor will die kulturelle Vielfalt Recklinghausens darstellen.

Martinistraße

Bronzeplatte erinnert an altes Stadttor

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RECKLINGHAUSEN - Alle fünf ehemaligen mittelalterlichen Stadttore sollen wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden. An der Martinistraße erinnert jetzt eine Bronzeplatte an das einstige Martinitor an dieser Stelle. Thematisch widmet sich die Platte der Kultur in Recklinghausen.

Zu sehen ist eine Glocke von St. Peter aus dem Jahr 1500, daneben ein Mönch, vertieft in seine Buchmalkunst. Sein Motiv ist die Inthronisierung des Kaiserpaares Heinrich II. und Kunigunde, denen die erste namentliche Erwähnung der Stadt zu verdanken ist. Es folgen Gaukler der historischen Palmkirmes. Weiter geht's mit den Ruhrfestspielen und dem Kohletransport ins Hamburger Schauspielhaus. Die Neuzeit ist mit Museen, dem Ruhrfestspielhaus, der Neuen Philharmonie, Skulpturen und einem DJ beim Konzert vor dem Rathaus vertreten.

Das gestalterische Konzept stammt vom Recklinghäuser Designstudio „crosscreative“. Während die Bilder digital am Computer entstanden sind, wurde die 3,8 mal 0,83 Meter große Platte im klassischen Sandgussverfahren gegossen. Das Spiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sei eben elementarer Teil des Konzeptes, erklärt Tom Nassal von „crosscreative“.

2017 wurde am Viehtor die erste Platte des Projekts „Stadttore“ verlegt. Initiiert hat das der Verein für Orts- und Heimatkunde in Kooperation mit der Stadt. Wie Georg Möllers, Vorsitzender des Vereins, erklärt, sollen bis zum Jahresende Platten an allen fünf Stadttor-Standorten platziert werden. Im Mai ist das Steintor an der Reihe. Eine Platte kostet insgesamt rund 18.000 Euro. Die Kosten teilen sich der Heimatverein, die Sparkasse Vest und das Land.

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