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Für Mutti: Im Weltladen gibt es wieder fair gehandelte Rosen.

Muttertag

Eine-Welt-Kreise bieten "faire" Rosen

RECKLINGHAUSEN - Am Sonntag, 12. Mai, ist Muttertag - und für viele Menschen ein Grund, einen Blumenstrauß zu kaufen. Die Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Kreise im Stadtkomitee der Katholiken wirbt auch in diesem Jahr dafür, fair gehandelte Rosen zu kaufen.

"Die Arbeitsbedingungen in den Blumenplantagen in Afrika und Lateinamerika sind häufig alles andere als rosig", weiß Maria Voß von der Arbeitsgemeinschaft Eine-Welt-Kreise. Niedrige Löhne, mangelnder Arbeits- und Gesundheitsschutz und Geschlechterdiskriminierung seien Probleme, mit denen die meisten Beschäftigten in der Blumenindustrie zu kämpfen haben. "Das ist Grund genug, Kunden über die Produktionsbedingungen zu informieren und zu bitten, auf den Kauf billiger Blumenimporte zu verzichten, die in vielen Lebensmittel- oder Blumenketten zu Niedrigstpreisen angeboten werden."

Mittlerweile sei die Rosenzucht einer der wichtigsten Wirtschaftszweige von Ländern wie Kenia, Tansania, Äthiopien oder auch Ecuador in Lateinamerika. Das Klima ist für die Rosen ideal. Viel Licht, die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit begünstigen den Anbau. In Europa könnten ähnliche Verhältnisse zwar auch im Gewächshaus hergestellt werden, aber der Energie- und damit auch Kostenaufwand ist entsprechend hoch. "Und dennoch ist es im Vergleich immer noch besser, als mit einem enormen Energieaufwand Gewächshäuser im kälteren Europa das ganze Jahr hindurch zu betreiben", sagt Maria Voß.

Eine gute Alternative zu Billigprodukten seien Blumen, die mit dem Fair-Trade-Siegel gekennzeichnet sind. Neben der Gärtnerei Fromm, Nordseestraße 160, sowie Floristik Tausch, Westerholter Weg 155, wo es das ganze Jahr über Fair-Trade-Rosen gibt, beteiligt sich der Eine-Welt-Laden an der Steinstraße 1 ebenfalls wieder an der „Rosenaktion“ um Muttertag. Vor oder nach den Gottesdiensten am Samstag und Sonntag, 11. und 12. Mai, werden Rosen auch von Eine-Welt-Kreisen in den Gemeinden St. Antonius, St. Elisabeth, St. Joseph und St. Marien angeboten. "Wenn also Müttern und Großmüttern eine Freude mit Blumen gemacht werden soll: Diese Rosen können von Verbrauchern ohne schlechtes Gewissen verschenkt werden", sagt Maria Voß.

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