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Unmittelbar nach dem Überfall auf Exner klickten am Altstadtmarkt die Handschellen.

Nach Exner-Überfall

Spur der Täter führt nach Österreich

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RECKLINGHAUSEN - Hinter dem Überfall auf den Juwelier Exner am Donnerstag vergangener Woche steckt offenbar eine internationale Verbrecherbande. Eine Spur führt nach Angaben der Polizei nach Österreich.

Die Beamten hatten die Täter im Vorfeld observiert. Polizeisprecherin Ramona Hörst verweist auf RZ-Anfrage auf eine Zusammenarbeit mit österreichischen Behörden, in deren Zuge am Tag des Überfalls „eine Observationsmaßnahme durchgeführt wurde“. Diese Observation habe schließlich zu der Festnahme kurz nach dem Raubüberfall geführt. Das erklärt auch die schnelle Präsenz vor Ort.

Die fünf festgenommenen Südosteuropäer - sie sind zwischen 24 und 32 Jahre alt - sitzen seit Donnerstag in U-Haft. Das Juweliergeschäft Exner haben nur drei von ihnen betreten. Die anderen beiden saßen am Steuer zweier zum Teil gestohlener Fluchtwagen, die die Polizei ebenfalls sicherstellen konnte. Eines der Fahrzeuge parkte direkt neben der Kirche St. Peter.

Der niederländische Blumenhändler Hans Baake hatte den Fahrer wegen des dort bestehenden Parkverbots zur Rede gestellt. Der Mann antwortete in einem Mix aus Deutsch und Englisch: „Nur two minutes parken“. Doch Baake berichtet, dass er darauf bestanden habe, dass der Mann den alten Mercedes der 123er-Baureihe mit Düsseldorfer Kennzeichen umsetzt. „Dann fuhr er 20 Meter weiter, aber ich sagte ihm, dass er da auch nicht stehen bleiben kann“, erinnert sich Baake. Schließlich sei der junge Mann „ganz ruhig weggefahren“. Sekunden später stürmten mehrere Männer an Baakes Blumen vorbei, die von anderen verfolgt wurden.

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