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Da war der Umbau noch voll im Gange: ein Blick ins beeindruckende Treppenhaus des Rathauses.

Offenes Rathaus

Immer dem roten Teppich nach

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RECKLINGHAUSEN - Es ist vollbracht: Weder der Schimmelpilz im Dachstuhl noch das fehlende Fundament im Ratskeller konnte die Planer stoppen. Nach der Modernisierung des Rathauses dürfen die Bürger jetzt hinter die Kulissen gucken.

Die Treppenstufen sind noch ausgetreten, die Fliesen geflickt. Aber der Rest ist picobello. „Und das ist genauso gewollt“, sagt Bürgermeister Christoph Tesche. Schließlich soll das Rathaus nichts von seinem altehrwürdigen Charme einbüßen. Davon kann sich nun jeder selbst überzeugen. Nach dem 20-monatigen Umbau laden sie für Sonntag, 30. September, zum „Tag des offenen Rathauses ein“. Und Tesche & Co. wollen für die neugierigen Besucher sogar einen roten Teppich ausrollen.

Um 13 Uhr schließt Tesche das renovierte Gebäude symbolisch mit einem Schlüssel auf. Und dann dürfen die Menschen gucken und staunen. Wobei das mit dem Staunen wohl erst auf den zweiten Blick so richtig gelingt. Denn rund 95 Prozent der vollbrachten Arbeiten sind nicht zu sehen. „Das ist alles unter Putz versteckt“, erklärt Tesche, handelte es sich bei der acht Millionen teuren Rundumerneuerung doch zum größten Teil um eine technische Sanierung. Soll heißen: Im Rathaus herrscht nun ein frischer Wind. In allen wichtigen Räumen – vom Trauzimmer bis zum Ratssaal – gibt es jetzt eine Klimaanlage. Zudem wurden all die maroden Leitungen ausgetauscht. Damit sich die Besucher trotzdem ein Bild vom Umbau machen können, sind überall Fotos zu sehen, die die aufgerissenen Wände zeigen und das, was sich dahinter verbirgt.

Von 13 bis 18 Uhr dürfen die Menschen auf Entdeckungstour gehen. Wie wäre es, mal auf dem Stuhl des Bürgermeisters Platz zu nehmen oder das neue Trauzimmer zu bewundern? Die Besucher können sich zudem über verschiedene Fachbereiche (FB) schlaumachen. Was hat es eigentlich mit der Wirtschaftsförderung auf sich? Was bedeutet Stadtmarketing? Und was geschieht im FB Finanzen? Nicht zu vergessen: die Ausstellung zur Rathausgeschichte. Die Kinder zieht es vermutlich lieber nach draußen. Dort zeigt nämlich die Feuerwehr ihre Fahrzeuge und ein Luftballonkünstler sein Können. Außerdem gibt es spannende Führungen, eine technische zum Beispiel, eine historische ebenfalls, eine über die Modernisierung oder die für taubblinde Menschen.

Tesche jedenfalls ist fest davon überzeugt, dass die Recklinghäuser in Massen kommen. „Denn sie lieben ihr Rathaus“, weiß der Bürgermeister, „es ist der Stolz unsere Stadt.“ – Und gehört darum ab dem 30. September wieder Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher…

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