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Die Tage sind gezählt: Das Hochhaus an der Ostseestraße 18 weicht für den Neubau zweier Häuser.

Ostseestraße

Hochhaus wird abgerissen

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RECKLINGHAUSEN - Die Wohnungsgesellschaft (WG) Recklinghausen lässt das achtstöckige Haus an der Ostseestraße 18 abreißen. Stattdessen sollen dort zwei (flachere) Neubauten mit insgesamt 25 Wohnungen entstehen. Die Investitionssumme liegt bei rund 3,65 Millionen Euro.

In sechs Wochen soll der Abriss beginnen, im Frühjahr 2020 dann alles fertig sein. Ursprünglich wollte die WG das Hochhaus aus dem Jahr 1972 renovieren – mit gedämmter Fassade, neuen Fenstern, modernen Bädern, barrierefrei und allem, was sonst dazu gehört. „Das wäre zu aufwendig geworden“, sagt Projektleiter Christian Deffte. So hat das Haus zwar einen Aufzug – der hält aber zwischen den Geschossen, sodass die Bewohner ein paar Stufen steigen müssen. Strengere Brandschutzrichtlinien und ein fehlender zweiter Rettungsweg sprachen ebenfalls gegen eine Komplettsanierung.

Bäume fallen dem Neubau zum Opfer

Bei einer Sanierung hätten allerdings elf Bäume stehen bleiben können, darunter fünf sehr große. „Die können wir nicht halten“, so WG-Geschäftsführer Marc-Oliver Fichter. Nach Rücksprache mit der Stadt sollen aber zwei alte Buchen stehen bleiben. Die Sorge um die Bäume hat auch bereits die Nachbarschaft auf den Plan gerufen. Letztendlich, so teilte Stadtsprecher Hermann Böckmann auf unsere Rückfrage mit, habe die Stadt keine Handhabe, das Fällen zu verbieten: „Baurecht schlägt Baumrecht.“

Nur noch elf Sozialwohnungen

Ein Jahr dauerte es, bis die Mieter der 32 (Sozial-)Wohnungen ausgezogen waren. „Einige Mieter haben sich selbst etwas anderes gesucht, viele haben unsere Hilfe angenommen und sind in ein anderes unserer Objekte gezogen“, so Fichter. Am langwierigsten sei es gewesen, eine Bleibe für eine Großfamilie zu finden. Von den 25 Wohnungen, die auf die beiden neuen Häuser verteilt sein werden, sind nur noch elf Sozialwohnungen. Sie werden zwischen 65 und 90 Quadratmeter groß sein.

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