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Hübsch anzuschauen: Weil er sich aber rasant ausbreitet, ist der Japanische Knöterich - hier zu sehen an der Dortmunder Straße im Bereich Ziegelgrund - regelrecht zur Plage geworden.

Pflanzen-Invasion

Japanischer Knöterich breitet sich aus

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RECKLINGHAUSEN - Vor vielen Jahren wurde er bewusst ins Land geholt, jetzt wird man ihn nicht mehr los. Die Rede ist vom Japanischen (Stauden-)Knöterich, einer Pflanze, die sich auch in Recklinghausen immer weiter ausbreitet und anderen Arten kaum eine Chance lässt.

Für Stefan Frackowiak, Bereichsleiter Grün bei den Kommunalen Servicebetrieben Recklinghausen (KSR), steht fest: „Das ist ein echtes Sauzeug.“ Das Unangenehmste am Japanischen Knöterich ist: Er duldet niemandem neben sich. Einheimische Gewächse verdrängt er – oft auf Nimmerwiedersehen. „Es ist eben eine invasive Art“, erklärt Frackowiak. Und es gibt Länder, die lassen sich diese Invasion nicht mehr länger gefallen: In der Schweiz beispielsweise hat man dem Fernost-Knöterich längst den Kampf angesagt und will ihn komplett ausmerzen.

Das würde man in Recklinghausen auch nur zu gerne, doch das ist nicht so einfach. „Im Grunde hilft nur Mähen, Mähen und nochmals Mähen, um die Pflanzen auszutrocknen“, erläutert Frackowiak. Möglicherweise würde auch der gezielte Einsatz von Pflanzengift etwas bringen, aber von solchen brachialen Mitteln haben die KSR schon vor einiger Zeit Abstand genommen. Zudem erinnert der Fachmann daran, dass man den Japanischen Knöterich vor vielen Jahrzehnten ganz bewusst ins Land geholt hat. „Die Forstwirtschaft wollte das so, aber das Wild hat ihn dann längst nicht wie geplant angenommen. Immerhin gibt er eine gute Bienenweide ab, weil er bis in den Herbst hinein blüht.“

In Sachen Tatkraft ist der Japanische Knöterich fast unübertroffen: Er kann bis zu vier Meter hoch werden, und bei optimalen Bedingungen wächst er in 24 Stunden respektable 30 Zentimeter. Dennoch will man den Kraftprotz los werden, und deshalb hat Stefan Frackowiak eine wichtige Bitte: „Wenn Privatpersonen ihn im Garten beseitigen, gehört der Grünschnitt nicht in die Biotonne. Da hat er über den Kompost noch Überlebenschancen. Stattdessen sollte man ihn in den Hausmüll werfen, am besten in einer Tüte.“

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