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Freie Fahrt bekommen Radfahrer und Fußgänger an der Kurt-Schumacher-Allee nur auf Anforderung.

Rad- und Fußweg

Meilensteine für die Kunstmeile

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RECKLINGHAUSEN - Zur Mittagszeit hatte Bürgermeister Christoph Tesche die neue Fußgängerampel an der Kurt-Schumacher-Allee aktiviert. Doch da die sogenannte „Kunstmeile“ in Richtung Osten noch im Nirgendwo endet, dürfte der Fuß- und Radweg vorerst nicht allzu häufig genutzt werden. Doch das kann sich bald ändern...

Und zwar schon im Mai: Dann wird die „Kunstmeile“ im Osten an einen Betriebsweg der Emschergenossenschaft entlang des renaturierten Hellbachs angeschlossen, was die lange vermisste Lücke in den Ortsteil Hillen schließen würde. Umgekehrt bedeutet das: Aus dem Recklinghäuser Osten hätte man dann mit dem Rad einen autofreien Anschluss an die „Allee des Wandels“ (ehemalige Zechenbahntrasse) und damit freie Fahrt nach Hochlar/Herten oder bis zur Halde Hoheward.

Doch gestern zur Mittagszeit ging es zunächst einmal um ein kleines, aber durchaus bedeutendes Häppchen der insgesamt 1,9 Kilometer langen Kunstmeile. Der Tunnel, der die Herner Straße und die Kurt-Schumacher-Allee rund 50 Meter nördlich der eigentlich Schlachthofbrücke verbindet, wurde nunmehr der Öffentlichkeit übergeben. Und mit ihm die dazugehörige Lichtsignalanlage, eine Ampel also. 1,8 Millionen Euro hat sich die Deutsche Bahn den Tunnel kosten lassen, hinzu kamen 55.000 Euro, die die Stadt in die Ampeltechnik und die begleitenden Tiefbautätigkeiten investiert hat.

Im November 2018 hatten die Tunnelarbeiten für eine zehntägige Sperrung der Bahnstrecke Recklinghausen - Wanne-Eickel gesorgt, und auf die gleichen Unannehmlichkeiten dürfen sich die Bahnkunden auch im November dieses Jahres einstellen. Dafür ist der fast vier Millionen Euro teure Neubau der 148 Jahre alten Schlachthofbrücke verantwortlich, der bereits in der nächsten Woche beginnt. Die Herner Straße wird im Zuge dieser Maßnahme für ziemlich genau ein Jahr gesperrt sein.

Die Kunstmeile ist davon nicht betroffen. Doch weil die Radtrasse ihren Namen bislang nur den fünf „Mückenhäuser“ genannten Lichtinstallationen des Berliner Künstlers Michael Sailstorfer verdankt, soll sie eine erhebliche Aufwertung erfahren. Holger Freitag, Fraktionsvorsitzender der Grünen und Vorsitzender des städtischen Kulturausschusses, plädiert auf der östliche Seite des Tunnels für eine Art „Leuchtreklame“, mit der die Kunstmeile ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden soll.

Das soll auch für den sogenannten Lokschuppen gelten, der östlich der Kurt-Schumacher-Allee neben der Kunstmeile ein denkmalgeschütztes, aber karges Dasein fristet. Immer mal wieder gab es Vorschläge, wie dieser zu nutzen wäre, doch derzeit gibt es keine Pläne. Sicher ist: Für einen Euro kann man das Gebäude kaufen.

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