+
Die Stadt rechnet damit, dass die Schülerzahlen auch in den kommenden Jahren steigen werden.

Raumnot

Steigende Schülerzahlen bereiten Probleme

  • schließen

RECKLINGHAUSEN - Vor Jahren hatte die Stadt noch vor, Grundschulen zu schließen. Angesichts stetig steigender Schülerzahlen ist dieser Plan wohl vom Tisch. Im Gegenteil: Jetzt geht es eher um die Frage, an welchen Standorten aufgerüstet wird.

Eine von der Stadt in Auftrag gegebene Prognose aus dem Jahr 2013 ist mittlerweile überholt. Für das laufende Schuljahr hatte das Büro „Biregio“ eine Schülerzahl von 8.311 prognostiziert, die in den Sekundarstufen I und II unterrichtet würden. Aktuell meldet die Stadt aber bereits 8.863 Schülerinnen und Schüler. Die Stadt muss sich außerdem auf mehr i-Männchen einstellen. Besuchen derzeit rund 960 Erstklässler einen der 20 Grundschulstandorte in der Stadt, wird die Zahl bis zum Schuljahr 2022/23 auf deutlich über 1.000 steigen.

Zuwächse in West und Ost

Besonders eklatant sind die Zuwächse im Osten und Westen der Stadt. So steigt an der Gebrüder-Grimm-Schule die Zahl von 210 Schülern bis 2023/24 auf 287 Kinder. Auf deutlichen Zuwachs muss sich auch die Grundschule Kohlkamp einstellen. Die Zahl der Schüler wächst dort von 229 auf 268. Laut Verwaltung begründen sich die Zuwächse sowohl auf steigende Geburtenzahlen, Zuzug von geflüchteten Familien als auch Zuzügen aus umliegenden Städten.

Offener Ganztag ist gefragt

Mit den steigenden Zahlen ist die Stadt auch gezwungen, die Raumprogramme an den jeweiligen Standorten anzupassen. Im Grundschulbereich kommt erschwerend hinzu, dass die Nachfrage nach Plätzen im offenen Ganztag weiter rasant ansteigt. Spitzenreiter ist auch hier die Grundschule Kohlkamp. Aktuell werden von der Arbeiterwohlfahrt dort rund 170 Kinder betreut, für 2023/24 rechnet die Stadt mit 200. „In diesem Schuljahr werden wir stadtweit eine Nachfrage von rund 60 Prozent erreicht haben, an einigen Standorten liegt sie heute bereits bei 70 Prozent“, sagt der stellvertretende Fachbereichsleiter Klaus Herrmann.

Räume gemeinsam nutzen

In der nächsten Sitzung des Schulausschusses am 30. August will die Stadt konkrete Vorschläge zur Entwicklung einzelner Grundschulstandorte auf den Tisch legen. „Ein Weg könnte sein, Schule als ,Bildungscampus‘ zu sehen“, sagt Herrmann. So könnten an geeigneten Standorten zum Beispiel Schulen mit benachbarten Kindertagesstädten kooperieren, um gemeinsame Raumressourcen zu nutzen. Dieses bietet sich an der Gebrüder-Grimm-Schule und der Grundschule Bochumer Straße an.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Ein Leerstand weniger in der City: Junge Frau erfüllt sich ihren Traum 
Ein Leerstand weniger in der City: Junge Frau erfüllt sich ihren Traum 
Überwachungskamera erwischt Kupferdiebin beim Kabelklau - erster Zeuge hat sich gemeldet
Überwachungskamera erwischt Kupferdiebin beim Kabelklau - erster Zeuge hat sich gemeldet
Bahnübergang in Herten muss gesperrt werden - und das ist noch nicht alles 
Bahnübergang in Herten muss gesperrt werden - und das ist noch nicht alles 
Dieser Supermarkt soll im Herbst an der Halterner Straße eröffnen
Dieser Supermarkt soll im Herbst an der Halterner Straße eröffnen
18 Haushalte in Hüls haben Angst: Wie stark ist ihr Trinkwasser von Bakterien verseucht?
18 Haushalte in Hüls haben Angst: Wie stark ist ihr Trinkwasser von Bakterien verseucht?

Kommentare