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Kann an der Ecke Castroper Straße/Hillen/Mittlere Mühle ein Kreisverkehr Sinn ergeben?

Sanierungsarbeiten

Castroper Straße muss warten

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Recklinghausen - Es ist, wie es ist: Statt die Sanierungsarbeiten auf der Castroper Straße fortzusetzen, werden 700.000 Euro abgezogen und für die Erneuerung der Herner Straße verwendet. Doch das heißt nicht, dass die Tätigkeiten im Osten der Stadt eingestellt werden, sie werden nur aufgeschoben.

Weil es in Ost noch erheblichen Planungsbedarf gibt und die Vergabe von Fördergeldern nach dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz recht strengen zeitlichen Abläufen unterliegt, hat die Stadt gehandelt: Damit diese Gelder nicht verfallen, wird damit nun die Hertener Straße auf Vordermann gebracht. „Für die Castroper Straße werden wir uns andere Fördertöpfe suchen müssen“, erklärt Axel Fritz als Abteilungsleiter Straße. Und so werden sich die Arbeiten dort vermutlich auch bis ins Jahr 2022 hinziehen.

Eine Besonderheit wird dabei der nördlichste Abschnitt bilden – von der Dortmunder Straße bis zur Einmündung Hillen (Quellberg). Dort ist nämlich nicht nur die Fahrbahndecke zu erneuern, sondern auch der darunter befindliche Abwasserkanal. Das klingt nach aufwendigen Arbeiten, und das einzig Positive daran ist, dass die Castroper Straße in diesem Teilbereich zumindest einspurig zu befahren bleiben wird – und zwar stadtauswärts.

Der Verkehr, der in die Stadt will, wird über die Douaistraße umgeleitet, die zu diesem schon vor Kurzem saniert wurde, um dem Auto-Ansturm standhalten zu können. „Die Gelder dafür werden für das Jahr 2020 in den Haushalt eingestellt“, erklärt Axel Fritz, der davon ausgeht, dass die Anwohner in diesem Bereich rund 20 Prozent der Kosten mittragen müssen.

Da kommen die Betroffenen in den weiteren Abschnitten der Castroper Straße wesentlich günstiger davon. Sowohl zwischen Hillen (Quellberg) und In den Heuwiesen wie auch von der Nordseestraße bis zum Holunderweg sind nur Arbeiten an der Fahrbahndecke vorgesehen, die an wenigen Wochenenden erledigt werden können. „Dabei handelt es sich um Straßen-Unterhaltung, da werden auf die Anwohner keine Kosten zukommen“, so Axel Fritz, der den Zeitpunkt für diese Arbeiten auf die Jahre 2021/22 schiebt. Ebenfalls frühestens 2021 wird auch der Platz an der Einmündung Liebfrauen-/Rosenstraße umgestaltet.

Hoch interessant ist die Frage nach weiteren Kreisverkehren: An der Ecke Castroper/Dortmunder Straße (Aral-Tankstelle) würde sich einer anbieten, findet Axel Fritz. Das CDU-Ratsmitglied Heinz-Bernd Einck könnte sich einen Kreisverkehr aber auch an der Einmündung Hillen (südlicher Teil)/Mittlere Mühle vorstellen: „Damit könnte man das Tempo reduzieren und die nicht zufriedenstellende Ausfahrt vom Lidl-Parkplatz klären“, glaubt er. Axel Fritz ist hingegen skeptisch: „Dort passt eigentlich nur ein Mini-Kreisel hin, und den dürfen wir dort nicht bauen, weil das Verkehrsaufkommen zu hoch ist.“ Es gibt also noch Diskussionsbedarf – auch was die Radwege angeht.

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