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Das Grün lenkt dezent vom knalligen Magenta ab . . . oder auch nicht? Auf dem Parkplatz an der Konrad-Adenauer-Straße stehen diese Kübel. Foto: Oliver Kleine

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Magenta trifft Grün

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RECKLINGHAUSEN - Mehr als vier Wochen waren sie oben ohne. Nun haben Recklinghausens XXL-Blumentöpfe ein Innenleben, sprich: Sie wurden bepflanzt. Gestern früh machten sich die Gartenbauer an die Arbeit, um Lorbeer, Ilex und Bambus in die Pötte auf dem Konrad-Adenauer-Platz, an der Kemnastraße und am Saalbau zu hieven.

Zehn wurden im September auf den Parkplätzen abgestellt, auf denen ab 16 Uhr das Parken gebührenfrei ist. Die erste Generation in etwas weniger knalligem Orange wurde 2017 vor allem in Süd aufgestellt – und war auf große Begeisterung gestoßen.

Auf die magenta-farbigen Pflanzkübel trifft dies nur bedingt zu. Leser Harald Zehm empfindet die „Monstertöpfe als Zumutung“, schrieb er nach unserer Berichterstattung vor wenigen Wochen. Christian Hoppe bezeichnete sie als „potthässlich“. Und selbst die Politik wurde vom Magenta-Streit erfasst. Vize-Bürgermeisterin Christel Dymke forderte: „Die Töpfe müssen weg!“

Einer Kulturstadt wie Recklinghausen seien sie unwürdig. Andere witterten eine Werbeaktion der Telekom. Andere vermuteten, dass die FDP dahinter steckt. Sie hatte ja vor drei Jahren ihrem gelb-blauen Erscheinungsbild Magenta hinzugefügt. Es gab aber auch – einige wenige – positive Stimmen. Leserin Ursula Jostarndt sieht in den XXL-Töpfen „schöne Farbtupfer in dem tristen Grau.“

Ein Topf kostet nach Angaben der Stadtverwaltung rund 500 Euro. Hinzu kommen die Pflanzen. Und die sind ja jetzt endlich da.

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