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Bunte Hingucker: Die Fenster des Festspielhauses werden derzeit mit farbigen Folien versehen.

Stadtgarten

Folien-Kunstwerk ziert das Festspielhaus

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RECKLINGHAUSEN - Im Stadtgarten wird aktuell das Kunstprojekt zu den Ruhrfestspielen Wirklichkeit. Entworfen hat es der Pariser Konzeptkünstler Daniel Buren. Bunte Folien auf den Fenstern in Grün, Blau, Rot, Gelb sowie weiße Streifen – die Reihenfolge ist streng festgelegt – verwandeln das Festspielhaus in ein Kunstwerk.

Die Ausstellungseröffnung findet beim Kulturvolksfest am Freitag, 1. Mai, statt. Ab 12 Uhr werden 30-minütige Führungen angeboten. Dann erfahren die Teilnehmer Wissenswertes zur Arbeit von Daniel Buren, aber auch zur „Liegenden“ von Henry Moore und den Bildern von Hans Werdehausen. Geplant sind Sonntagsspaziergänge, die um 14 Uhr an der Kunsthalle starten. Dort wird das Fenster zur Große-Perdekamp-Straße ebenfalls nach einem Entwurf von Buren gestaltet.

Die Ausführung übernehmen Mitarbeiter der Essener Firma „S + N Werbetechnik“. Für sie sind die Arbeiten an der 500 Quadratmeter großen Fassade des Ruhrfestspielhauses vor allem Handwerk. Auf einem Tisch liegen Rollen mit den speziellen, transparenten Kunststofffolien. Die Zuschnitte für die insgesamt 115 zu beklebenden Abschnitte sind abgezählt. „Weil die einzelnen Fenster sehr groß sind, müssen wir die Folien in drei Teilen aufbringen“, erklärt Mark Müller und zeigt auf eine grüne Fläche. Gegen das Licht sind deutlich zwei Nähte zu sehen. „Die müssen immer an exakt gleicher Position sein.“ Am ersten Tag gab es eine Einführung von Jean-Claude Laurent, Mitarbeiter des Künstlers. „Es war gut, dass er die Ansprüche von Daniel Buren deutlich gemacht hat. Das gibt allen mehr Sicherheit“, meint Dr. Hans-Jürgen Schwalm, stellvertretender Leiter der Recklinghäuser Museen. Nach anfänglichem Lampenfieber ist er beruhigt und zuversichtlich, dass das Werk in dieser Woche vollendet ist. Zumal er nun weiß: Die noch zu sehenden Schlieren, Spuren der Pril-Lauge, mit denen Fenster und Folien eingesprüht werden, verdunsten bei Sonnenschein. In der kommenden Woche ziehen die Werbetechniker zur Kunsthalle weiter. Das Folienkunstwerk an der Große-Perdekamp-Straße ist allerdings 100 Nummern kleiner als der große Bruder im Stadtgarten.

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