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Aus der Luft betrachtet: Diese Aufnahme von Festspielhaus und Stadtgarten hat die Drohne von Alexander Basteck und Wieland Schröder am Dienstagnachmittag gemacht.

Stadtgarten

Neuer Teich soll Regenwasser aufnehmen

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RECKLINGHAUSEN - Der Stadtgarten soll eine neue Entwässerung enthalten. Insgesamt soll die Maßnahme 2,6 Millionen Euro kosten. Besonderheit: Am Fuß des "Grünen Hügels", also der Wiese vor dem Ruhrfestspielhaus, ist nun ein großer Teich geplant.

Bislang wird das Regenwasser, das auf das Ruhrfestspielhaus, den Stadtgarten und die unmittelbare Umgebung prasselt, einfach in die städtische Kanalisation geleitet, wo es auf das ganz normale Abwasser aus den Recklinghäuser Haushalten trifft. So kommen große Wassermengen zusammen, die den Kläranlagen zugeführt werden. Zu große Mengen, wie die Experten finden, schließlich handelt es sich zu großen Teilen um sauberes Regenwasser, das nicht gereinigt werden muss und auf natürliche Weise versickern könnte. Und genau das soll die neue Entwässerung bewirken.

Künftig fehlt Platz für eine Bühne

Ein Nebeneffekt ist dabei das Anlegen von Bächen und Teichen, um das Wasser einerseits erlebbar zu machen und andererseits das städtische Klima zu verbessern. Ob die Kulturschaffenden am Festspielhaus diese Veränderungen geschlossen begrüßen werden, ist allerdings zweifelhaft: Denn der angesprochene Teich wird nicht nur im Winter den kleinen und großen Schlittenfahrern im Wege sein, er wird auch das Aufstellen einer Bühne an dieser Stelle unmöglich machen. Zum Kulturvolksfest am 1. Mai wurde dort noch einmal mehr der Sparkassen-Wettbewerb für Nachwuchsbands ausgetragen, außerdem wurden an diesem Standort, der durch den ansteigenden Hügel immer den Charakter eines Amphitheaters vermittelte, so einige Konzerte zum Abschluss der Ruhrfestspiele gegeben.

Rückehalteanlage im alten Hirschgehege

So soll der Hohlweg, der sich nordöstlich vom Festspielhaus (und unter der Brücke) entlangschleicht, künftig große Wassermassen aus dem Stadtgarten, aber auch aus dem Wohngebiet entlang der Cäcilienhöhe aufnehmen. Was bedeutet: Dort wird wohl ein Bachlauf entstehen. Der Fuß- und Radweg soll ein ganzes Stück höher in die Böschung hinein verlegt werden. Eine zentrale Bedeutung wird auch dem ehemaligen Hirschgehege zukommen, das sich am südwestlichen Rand des hinteren Stadtgartens befindet. Das kleine Tal soll zu einer Rückhalte- und Versickerungsanlage umgestaltet werden.

Arbeiten sollen im Mai 2020 beginnen

Aus Sicht der Stadt ist das alles unbedingt nötig: Franz-Josef Knoblauch, Abteilungsleiter Stadtentwässerung, hatte bereits zu Beginn des Jahres 2018 vor den Gefahren einer möglichen Flutwelle gewarnt, die bei Starkregen vom Ruhrfestspielhaus in Richtung Innenstadt rollen könnte. Beginnen sollen die Arbeiten im Mai 2020, die Fertigstellung peilt die Stadt für Dezember 2021 an.

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