Streik

Vier Kitas bleiben dicht

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RECKLINGHAUSEN - Ab Montag, 11. Mai, werden auch in Recklinghausen zahlreiche Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst in den unbefristeten Streik treten. Nach Angaben der Stadtverwaltung bleiben vier von 14 städtischen Kindertagesstätten dann geschlossen.

Konkret sind dies das Familienzentrum "Kleine-Leute-Haus", Charlottenburger Straße 61, das Familienzentrum "Leuchtturm", Am Bärenbach 38a, das Familienzentrum Lange Wanne, Lange Wanne 36, und das Familienzentrum "IdeenReich", Johannes-Werners-Straße 60. In den anderen städtischen Kitas werden Notgruppen eingerichtet für Kinder berufstätiger Eltern, denen keine andere Betreuungsalternative zur Verfügung steht. In diesen Notgruppen wird auch ein Teil der 281 Kinder aus den geschlossenen Familienzentren untergebracht, deren Eltern ebenfalls keine andere Unterbringungsmöglichkeit haben.

Erster Ansprechpartner zur Unterbringung von Kindern sind die jeweiligen Einrichtungsleitungen. Sollte es darüber hinaus Rückfragen zu den Notgruppenbetreuungen geben, können sich Eltern an Elke Rösing vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie unter Tel. (02361) 502283 wenden.

„Wir bereiten uns schon seit Längerem auf einen Streik vor, der sich ja bereits seit Wochen abzeichnete“, sagt Volker Hülsmann, Fachbereichsleiter Kinder, Jugend und Familie. „Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um die Auswirkungen der Streiks für die Familien so gering wie möglich zu halten.“ Noch einmal weist die Stadt darauf hin, dass eine Rückerstattung von Elternbeiträgen nicht möglich ist. Dies ist für Recklinghausen gemäß des Erlasses vom NRW-Innenministerium nicht erlaubt, da die Stadt eine Haushaltssicherungsgemeinde ist. Elternbeiträge sind Kostenbeiträge zur Gesamtfinanzierung der Kindertageseinrichtungen in Recklinghausen. Der Anteil soll vom Gesetz her 19 Prozent betragen, ist in Recklinghausen aufgrund der Einkommensstruktur aber auf 12 Prozent festgesetzt. Das Defizit gleicht die Stadt mit eigenen Finanzmitteln aus.

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