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Der letzte Rosen-Sommer in Suderwich: Die Firma Sabrowski gibt im Herbst die Gewächshäuser an der Heinrich-Pardon-Straße auf.

Suderwich

Rosen Sabrowski schließt im Herbst

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RECKLINGHAUSEN - Nach drei Generationen ist Schluss: Rosen Sabrowski schließt im Herbst, die Familie Attenberger zieht sich zurück. Auf dem Gelände, auf dem jetzt noch sieben Gewächshäuser stehen, sollen neue Wohnhäuser entstehen.

Was genau auf dem 10.000 Quadratmeter großen Grund entsteht, ist noch offen. Zunächst muss das Unternehmen abgewickelt werden. Seit 63 Jahren gibt es den Familienbetrieb. Ulrike Attenberger stieg schon vor 38 Jahren in den elterlichen Betrieb ein, Ehemann Rudolf tat es ihr später gleich. 1997 übergab Gerhard Sabrowski die Verantwortung komplett an Tochter und Schwiegersohn. Nun endet auch diese Ära.

„Ich bin 60, meine Frau wird es. Über das Aufhören haben wir uns schon länger Gedanken gemacht“, gesteht Rudolf Attenberger. Jeden Tag arbeiten, 70 bis 80 Stunden pro Woche, sich nur einen kurzen Urlaub über Silvester gönnen – das wollen beide nicht endlos tun. „Dass alles jetzt etwas früher kommt, hängt mit der Gesamtlage zusammen“, sagt der Rosenzüchter. Denn steigende Energie- und Lohnkosten machen das Geschäft immer schwerer. Was niemand bedenke: Auch wenn es tagsüber brütend heiß in den Gewächshäusern ist, nachts springt auch in diesen Tagen oft die Heizung an, weil die Rosen es immer kuschelig brauchen.

Rosenstöcke werden geschreddert

Solange die Rosen im Gewächshaus ohne Kunstlicht wachsen, gibt es Nachschub für den Hofladen und den Großmarkt. Je nach Wetterlage wird im November, Dezember Schluss sein. Die meisten der rund 60.000 Rosenstöcke, sofern sie nicht von Kollegen übernommen werden, werden dann geschreddert. „Sie wachsen auf Steinwolle und sind fürs Freiland nicht geeignet“, erklärt der Fachmann.

Dass „Rosen Sabrowski“ in der jetzigen Form nicht weiter bestehen wird, war den Eheleuten schon seit Langem klar. „Unsere Tochter kann dieses Unternehmen nicht allein weiterführen“, sagt die Mutter. Tina Attenberger arbeitet auch im elterlichen Betrieb. Ihre Leidenschaft gilt aber der Floristik. Am 1. Oktober eröffnet die Meisterin an der Schulstraße 32 ihr eigenes Geschäft „Blüh auf!“

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