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Das kleine, aber feine Angebot des Herbstfestes auf dem Altstadtmarkt kam gut an.

Verkaufsoffener Sonntag

Altstadt wird zur bunten Flaniermeile

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RECKLINGHAUSEN - So trubelig wie am Wochenende hat man die Innenstadt selten erlebt. Das Herbstfest und der verkaufsoffene Sonntag lockten die Einkaufsbummler in Scharen. Mann und Maus nutzten das tolle Spätsommerwetter, um zu flanieren, zu stöbern, einzukaufen, Leute zu treffen und die Nase in die Sonne zu halten.

Auch der Tag der offenen Tür im rundum renovierten Rathaus wurde emsig genutzt. Ein roter Teppich führte die Besucher vorbei an den 93 Karossen der acht Autohändler über den Vorplatz zum Eingang. Menschenmassen schoben sich über die historischen Flure und Treppen. Bis zu 80 Teilnehmer schlossen sich den Rathaus-Führungen an. Heuballen und Kürbisse markierten die Laufwege beim Erntedankfest in den Gassen, in der Krim und im Westquartier sorgten bunte Fahrräder der MCG-Schüler für Farbtupfer. „Das ist hier ja wie Klein-Münster, richtig schnuckelig mit schönen Geschäften“, schwärmte Susanne Loosen aus Düsseldorf, die am Samstag mit Freunden unterwegs war, über ihre Recklinghausen-Premiere.

Wie viele andere schlug sie bei den rosa Roscoff-Zwiebeln am Stand mit Kunsthandwerk von Christopher Schwarz zu. Dichtes Gedränge herrschte auch nebenan: Die Käserei aus Haltern, der Blumenfachmarkt aus Herten, Imker Jens Keinhörster aus Suderwich, der Räucherforellen-Mann – alle hatten gut zu tun. Das kleine, aber feine Angebot auf dem Altstadtmarkt kam an. Zwei Drehorgel-Spieler, die sich am Rande des Geschehens postierten, sorgten für nostalgisches Flair. Hatten sich die Einzelhändler in den Nebengassen am Samstag noch mehr Laufpublikum gewünscht, wuselte es hier am Sonntag auch. Clown Wesko wieselte über Kunibertistraße & Co. durch die Reihen und bastelte im Akkord Luftballon-Tiere für die kleinen Gäste. Im Westquartier mischte sich „Manni, der Müllmann“ als Walk-Act unter die Flaneure. Auch im kulinarischen Dorf auf dem Kirchplatz waren die Tische an beiden Tagen heiß umkämpft. In der Abendkühle lichteten sich die Reihen zwar etwas, aber die Live-Musik der Bands vom Sparkassen-Clubraum sorgte auch zu späterer Stunde für ein schönes entspanntes Ambiente. Beste Aussichten auf den Kettcar-Parcours oder die Segway-Flitzer hatten die Glücklichen, die eine der gemütlichen Liegen auf dem Löhrhofplatz erwischten. Auf dem Gelände am Palais Vest sah man besonders viele Familien. Der Wintermantel-Kauf wurde bei den wohligen Temperaturen zwar meistens doch noch verschoben, aber auch die Geschäfte profitierten vom bunten Treiben, wie der Blick auf viele Einkaufstüten im Getümmel verhieß. Für manche war es in der Altstadt und im Palais Vest schon etwas zu voll. Dieser Eindruck drängte sich dem ein oder anderen direkt bei der Parkplatzsuche auf. Durchweg zufrieden war auch Daniel Östreich vom Management der Veranstaltungsagentur Mosaik: „Es ist wahnsinnig voll. Dieses Fest hat Ausstrahlkraft ins Ruhrgebiet“, ist er überzeugt. „Wir hatten wenig Zeit für die Organisation, aber Recklinghausen hat mit seinen vielen inhabergeführten Geschäften und der malerischen Altstadt noch mehr Potenzial.“

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