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Mit viel Farbe und der Regenbogenfahne: die Demonstranten auf dem Weg durch die Innenstadt. Farbenfroh und bunt ging es während des Marsches bis zum Kirchplatz zu.

„Vestischer Christopher Street Day“

Kampf für gleiche Rechte

RECKLINGHAUSEN - Mit gerade einmal zwölf Info-Ständen fing vor einem Jahr alles an. Diesmal glänzte der „Vestische Christopher Street Day“ dagegen mit einer farbenprächtigen Demonstration durch die Innenstadt.

Zum zweiten Mal fand der „Vestische Christopher Street Day“ in der Altstadt statt. Trans- und Homosexuelle demonstrierten für mehr Toleranz. Hunderte kamen und verbreiteten eine ausgelassene Stimmung.

Mit gerade einmal zwölf Aktionsständen feierte der „Vestische Christopher Street Day“ (VCSD) seine Premiere im vergangenen Jahr. Seither hat sich einiges verändert, wie Organisatorin Rita Nowak freudig berichtete. „Das Drumherum ist diesmal viel größer“, erzählte die Grünen-Ratsfrau sichtlich zufrieden. Maßgeblicher Unterschied war der Protestmarsch, der die Aktivisten und Unterstützer quer durch die Innenstadt führte. „Im Vorfeld sind viele Gruppen und Leute auf mich zugekommen, die unbedingt mitmachen wollten“, erklärte Rita Nowak den Ursprung der Idee, die sie mit einer Menge Zuspruch umgesetzt hat. Der anfängliche Regenschauer konnte die ausgelassene und positive Stimmung zu keinem Zeitpunkt trüben. Stattdessen stieß die Demonstration besonders bei den jüngeren Bürgern sichtlich auf Anklang. Mehrere Hundert waren Teil der Bewegung und landeten schließlich am Kirchplatz neben St. Peter.

Dort angekommen, erwartete die Besucher eine Bühnenshow, die von Betty D. Ford musikalisch begleitet wurde. Doch so bunt und schrill die Angelegenheit auch anmuten mochte, „es handelt sich hier nicht um eine Karnevalsveranstaltung“, betonte Rita Nowak und richtete klare Appelle an die Versammelten. „Wir können etwas erreichen“, sagte die Politikerin, die Diskriminierung anprangerte und auf nach wie vor bestehende Defizite im Familienrecht hinwies.

Rund um den VCSD organisierten die Verantwortlichen um Rita Nowak und Daniel Petzoldt ein kleines Rahmenprogramm. Bereits am Vorabend läutete ein ökumenischer Open-Air-Gottesdienst die Aktionen ein. Beim anschließenden Empfang im Pfarrsaal St. Peter gab es syrische Leckereien. Damit wollten die Organisatoren zwei weitere politische Zeichen setzen. „Es geht nicht nur um die Integration“, betonte Rita Nowak, „sondern auch darum, den Leuten zu zeigen, dass viele Migranten gar keine homophoben Ansichten vertreten.“

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