Wahlplakate

Unbekannte verändern Slogans

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RECKLINGHAUSEN - Unbekannte haben die Slogans auf Wahlplakaten von FDP, SPD und CDU übersprüht. So wurde bei der SPD-Spitzenkandidatin Katarina Barley aus „Macht Europa stark!“ die Aussage „Inhalt? Och nö“. Auf Plakaten der Liberalen wiederum prangte „Wir mögen weder Kinder noch Arme“.

Wie die FDP-Vorsitzende Marlies Greve berichtet, sei sie am Samstagmorgen darauf aufmerksam gemacht worden, dass zwei Großwahlplakate an der Bochumer Straße an der Autobahnauf-/abfahrt der A2 und der Kreuzung Kreisleitstelle übersprüht worden sind. „Nein, wir haben nicht dafür gesorgt, dass neue Plakate geklebt werden“, teilte sie gestern mit. „Wir haben selber zur Spraydose gegriffen und sind kreativ geworden.“ Der oder die „Umgestalter“ hätten einen Slogan gewählt, der nicht aus unserer Feder stammt und auch nicht der Auffassung der Liberalen entspreche.

So habe sie mithilfe von Parteimitgliedern den Satz „Wir mögen weder Kinder noch Arme“ auf den beiden Großwahlplakaten in „Wir mögen Kinder“ und „Wir mögen Meinung“ geändert. Sie habe darauf verzichtet, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten, sagte Marlies Greve im Gespräch mit dieser Zeitung. „Das nehme ich erst einmal mit Humor.“

In Kontakt mit der Polizei kam die Parteivorsitzende dennoch: „Da unsere Aktion bei Tageslicht stattfand, sind Autofahrer auf der Bochumer Straße darauf aufmerksam geworden und haben die Polizei alarmiert“, berichtete sie weiter. Sie findet es „toll“, dass die Bürger nicht einfach wegschauten. Den „sehr freundlichen Beamten“ habe sie den Hintergrund ihrer Sprüh-Aktion erklären können. „Die im gesamten Stadtgebiet verteilten, insgesamt 100 Standorte unserer Wahlplakate haben wir übrigens nicht mehr“, ergänzte sie. So sei nun mal Wahlkampf.

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