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Fürchtet um den Fortbestand der Hauptschule an der Wasserbank: Leiter Winfried Hegemann.

Wasserbank-Schule

Gibt es doch noch Hoffnung?

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RECKLINGHAUSEN - Kann die Hauptschule Wasserbank doch erhalten werden? Zumindest will die Koalition aus CDU, FDP und Grünen nun doch noch einen Anlauf nehmen, die Existenz der Hauptschule Wasserbank zu sichern. Und die SPD schließt sich mit einem inhaltlich nahezu identischen Antrag an.

Steht auf der Tagesordnung der Ratssitzung am Montag, 26. Juni, 17 Uhr, Bürgerhaus Süd, eigentlich der Beschluss die Schließung, so soll die Verwaltung nun beauftragt werden, mit der Bezirksregierung eine Lösung zum Erhalt der Schule zu suchen.

Hintergrund: Für das neue Schuljahr wurden lediglich zwölf Kinder für die Hauptschule angemeldet. Zur Bildung einer Eingangsklasse ist aber eine Mindestzahl von 18 Schülern erforderlich. Eigentlich fordert die Schulaufsicht sogar zwei Eingangsklassen. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren schon ein Auge zugedrückt wurde, hat die Bezirksregierung die Stadt nun aufgefordert, die Schule auslaufen zu lassen.

In der letzten Sitzung des Schulausschusses warb jedoch Rektor Winfried Hegemann noch einmal eindringlich für seine Schule, die prinzipiell einen guten Ruf genießt. „Sein Vortrag hat durchaus Eindruck gemacht“, bestätigte gestern der Schulausschuss-Vorsitzende Benno Portmann (CDU).

Die SPD betont, dass das von der Schule aufgebaute Netzwerk zu regionalen Betrieben und Unternehmen den Schülerinnen und Schülern Zukunftsperspektiven eröffne, die sie an anderen Schulen nicht im gleichen Maße vorfinden würden.

Vor allem die Tatsache, dass es der Hauptschule immer wieder gelungen sei, Schüler zu integrieren, die in der Orientierungsphase (Klasse 5 und 6) an anderen Schulen gescheitert seien, sei ein überzeugendes Argument. „In der Regel war die Hauptschule nämlich in den vergangenen Jahren wegen dieser ,Rückläufer‘ im siebten Schuljahr wieder zweizügig“, betonte Portmann.

Er hofft, dass die Bezirksregierung zu flexiblen Lösungen bereit ist. Bereits im Schulausschuss hatte die SPD vorgeschlagen, über Kooperationen mit anderen Schulen den Standort an der Wasserbank zu erhalten. „Das wäre für uns durchaus eine denkbare Variante“, sagte Portmann. Er setzt auf eine einstimmige Unterstützung für den Antrag der Koalition. „Es kann nicht schaden, wenn wir den Schuldezernenten für seine Gespräche mit der Bezirksregierung mit einem eindeutigen Ratsvotum ausstatten“, sagte der CDU-Vorsitzende.

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