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Wespen mögen nicht nur süßen Kuchen, auch Grillfleisch ist für sie ein Leckerbissen. Foto: Jens Büttner

Wespenplage

Mitarbeiter von Bäckereien leiden

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RECKLINGHAUSEN - In diesem Jahr gibt es nicht zuletzt dank des trockenen Frühjahrs besonders viele Wespen. In den Recklinghäuser Bäckereien, in denen sich angesichts des süßen Angebots noch mehr der Insekten tummeln, gibt es ganz verschiedene "Geheimrezepte" im Kampf gegen die Plagegeister.

Beim Altstadtbäcker Prang an der Steinstraße betrachtet man die ganze Sache mit Gelassenheit: „Ach, wir lassen die einfach gewähren“, sagt Monika Kannengießer. Die Verkäuferin wird regelmäßig gestochen, „in dieser Wochen hat’s mich schon am Kopf und am Fuß erwischt.“ Kollegin Celina Koch bestätigt das: „Ich werde auch dauernd gestochen.“ Zur schnellen Linderung liegt ein Gerät namens „Bite away“ in Griffweite, das mit konzentrierter Hitze gegen Juckreiz, Brennen, Schmerzen und Schwellungen wirken soll. Inhaber Volker Prang hat neulich eine Wespe in Zunge und Wange gestochen. „Zum Glück bin ich nicht allergisch“, sagt er. Ihm hat kühlendes Eis geholfen.

Geldstrafe ist pure Theorie

Wespen erfahren besonderen Schutz durch das Bundesnaturschutzgesetz. So sieht der Bußgeldkatalog in NRW Strafen von bis zu 50.000 Euro vor, wenn man Wespen „ohne vernünftigen Grund fängt, verletzt oder tötet“. Diese Zahl geistert seit Wochen durch alle Medien, doch eine solche Strafe ist pure Theorie und in NRW noch nie verhängt worden. „Wespen gehören zum Sommer. Mit diesem Problem muss man leben“, sagt Jochem Manz, Pressesprecher des Kreises Recklinghausen. Allerdings schränkt er auch ein: „Wenn die Tiere zu einer regelrechten Plage werden, ist es gestattet, Wespenfallen aufzustellen.“

"Grill" auf der Verkaufstheke

Bei Hachmann an der Schaumburgstraße steht ein klassischer „Wespengrill“ mit blauem UV-Licht auf der Verkaufstheke. Und darin finden sich so einige Exemplare. Bei der Einschätzung der aktuellen Plage-Situation gehen die Meinungen allerdings auseinander. „Es ist grauenhaft“, erklärt eine Verkäuferin, während eine Kollegin ganz locker bleibt: „Es gab schon schlimmere Jahre. Neulich hatte ich eine im Hosenbein, aber dann habe ich nachher Spray genommen, und dann war’s wieder gut.“

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