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Nicht ohne Scheibe: Auf dem Parkplatz am Westring-Center gelten neue Regeln. Wer die missachtet, muss tief in die Tasche greifen.

Westring-Center

Neue Park-Regel empört Kunden

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RECKLINGHAUSEN - Wer seinen Wagen auf dem Parkplatz am Westring-Center abstellt, darf neuerdings nur noch drei Stunden lang kostenfrei dort stehen - wenn er vorher eine Parkscheibe aufs Armaturenbrett gelegt hat. Wer dies vergisst oder die Zeit überschreitet und erwischt wird, muss 24,90 Euro zahlen.

Christa Priebisch ist sauer: „Ich kaufe hier seit Jahren und habe die Hinweisschilder einfach nicht wahrgenommen.“ Sie bemängelt „die kundenunfreundliche Informationspolitik“. Am Westring-Center an der Ecke Westring/Friedrich-Ebert-Straße werden die Kunden auf großen Schildern aufgefordert, eine Parkscheibe auszulegen. Bezogen auf die ansonsten fälligen 24,90 Euro, sagt eine Kundin: „Das ist ja Abzocke, wie auf dem Parkplatz neben dem Hauptbahnhof.“ Birgit Drescher fügt hinzu: „Ich hole manchmal nur kurz Brötchen, da vergisst man doch ganz schnell, die Parkscheibe auszulegen.“

Vom Besitzer veranlasst

Markus Engelhardt, der im Westring-Center einen Rewe-Markt betreibt, hat sich schon Beschwerden anhören müssen, doch er ist nicht der richtige Adressat: „Wir sind hier Mieter, genau wie der Penny-Markt, McFit oder das China-Restaurant. Die neue Parkregelung hat der Besitzer des Gebäudes veranlasst.“ Und das ist die Lanber Properties LLP mit Sitz in England, hinter der ein irischer Privatmann steckt. Verwaltet wird das Gebäude von Christian Gesterkamp Immobilien am Herzogswall. Der Agenturchef sagt, „dass wir im Sinne der Mieter handeln mussten. Der Parkraum wurde von Nachbarn und Park-&-Ride-Fahrgemeinschaften genutzt, das geht einfach nicht.“ Und Markus Engelhardt ergänzt, „dass hier manchmal sogar Lkw über Nacht stehen, sodass morgens unsere Anlieferung lahmgelegt wird.“

Regelmäßige Kontrollen

Parkraumbetreiber hinter dem Westring-Center ist die fair parken GmbH aus Düsseldorf, die dort regelmäßig kontrolliert. Wenn eine Zahlungsaufforderung nach 14 Tagen nicht beglichen ist, kommt nach Ermittlung des Halters eine erneute Aufforderung – mit zehn Euro Aufschlag. Kann man per Kassenbon oder Rechnung nachweisen, dass man zur besagten Zeit bei einem Anbieter im Westring-Center war, kann man sich unter Tel. (0211) 95433711 melden. Dann wird das Verfahren eingestellt. Rewe-Betreiber Markus Engelhardt sagt: „Wenn jemand eine Zahlungsaufforderung erhalten hat und uns mit dem Kassenbon nachweist, dass er bei uns eingekauft hat, dann kümmern wir uns darum, dass das erledigt wird.“

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