WiFi Recklinghausen

15000 Nutzer im freien WLAN

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RECKLINGHAUSEN - Und es werden immer mehr: Seit sechs Monaten steht „WiFi Recklinghausen“ nunmehr in der Altstadt für alle zur Verfügung, und die Zahlen der Nutzer steigen von Monat zu Monat deutlich an. Im Mai wird vermutlich erstmals die 15.000er-Grenze geknackt.

Lange ist in der Stadt über die Bereitstellung eines frei verfügbaren WLAN-Netzes diskutiert worden, doch aufgrund juristischer Unabwägbarkeiten hat man zunächst darauf verzichtet. Das fand im November 2018 ein Ende: Pünktlich zum Start des Weihnachtsmarkts gab Bürgermeister Christoph Tesche den schnellen und vor allem kostenlosen Zugang ins Internet frei.

Offiziell ist das Netz von der Recklinghausen Marketing Gesellschaft (RMG) in Auftrag gegeben worden, für den reibungsfreien technischen Ablauf sorgt „The Cloud Networks“. Und das scheint gut zu funktionieren, ansonsten würden die Nutzerzahlen kaum stetig anwachsen.

Im Januar wurde „WiFi Recklinghausen“ 8440 Mal angewählt, im Februar ging es erstmals in den fünfstelligen Bereich: 10.318 Mal meldete sich jemand dort an. Und in diesem Tempo steigerte es sich weiter: Im März waren es 12.534, im April schon 14.859 Nutzer. Und bis zum 20. Mai waren es schon 9804, was auf einen weiteren Anstieg schließen lässt. Zudem wurde auch ermittelt, wie lange der durchschnittliche Nutzer im freien städtischen WLAN verbleibt: Es sind 38 Minuten.

„Wir sind sehr zufrieden mit dieser Ausnutzung“, kommentiert Stadtsprecher Herrmann Böckmann: „Und auch die Reichweite ist gut. Alle Hauptachsen wie Kunibertistraße, Holzmarkt, Breite Straße, Große Geldstraße und der Altstadtmarkt sind abgedeckt. Lediglich in den Randbereichen gibt es noch Funklöcher.“

Derzeit gibt es an zehn Standorten insgesamt 14 sogenannte „Access Points“. Diese entsprechen den Routern, die es in vielen Haushalten gibt. Und mit der Zeit soll das Netz noch ausgebaut werden. Nicht zu empfangen ist „WiFi Recklinghausen“ in den Läden selbst und auch in oberen Etagen dünnt das Netz deutlich aus. Aber: „Wenn Einzelhändler oder auch Gastronomen daran interessiert sind, das Netz auch in ihre Räume zu bekommen, so ist das technisch kein großes Problem. Diese sollen sich einfach an uns wenden“, so Böckmann. Die Kosten für die ersten drei Jahre summieren sich auf 60.000 Euro, wobei der Großteil der Investition für die Erstbeschaffung und -installation der Geräte aufgebracht werden musste.

Besonders hoch sind die Zugriffszahlen im Übrigen an der Ecke Heilige-Geist-Straße/Große Geldstraße. Am Hinterausgang des Gymnasiums Petrinum liegt die Annahme nahe, dass hier viele Schüler zu Nutzern werden.

Rubriklistenbild: © SYSTEM

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