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Recklinghausen, Kampfmittelraeumdienst, Sondierungsbohrungen hinter dem Bahnhof. Ausbau der Ludwig Erhard Allee. Bomen aus dem 2. Weltkrieg. Foto: J. Gutzeit

Bombensuche am Bahnhof

Verdacht hat sich erhärtet

RECKLINGHAUSEN - Auf Luftbildern aus den 40er-Jahren haben Experten der Bezirksregierung Arnsberg drei verdächtige Punkte am Ossenbergweg gefunden, an denen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg verborgen sein könnten. An einer Stelle hat sich der Verdacht erhärtet. Die Bombensuche hinter dem Bahnhof geht in der nächsten Woche weiter.

Das erklärte gestern die Pressestelle der für die Kampfmittelräumung zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg. Demnach hat die Messung des Erdmagnetfeldes in einem der bis zu sieben Meter tiefen Bohrlöcher auffällige Werte ergeben. „Das deutet zumindest darauf hin, dass dort Metallteile in der Erde sind“, erklärte Pressesprecher Christoph Söbbeler. In der kommenden Woche soll die fragliche Stelle aufgegraben werden. Aufgrund der Sondenmessung wissen die Kampfmittelräumer, in welcher Tiefe sich die mögliche Bombe befindet.

Im Gespräch mit dieser Zeitung schilderte Wilfried Pottmeier von der beauftragten Firma „Tauber – Explosive Services“ aus Münster das weitere Vorgehen: „Wir graben uns mit dem Bagger bis etwa einen halben Meter an das Objekt heran. Dann graben wir mit Schaufeln weiter.“

Die Entschärfung der Bombe übernehmen dann die eigenen Feuerwerker der Bezirksregierung. Laut NRW-Gesetzgebung dürfen nur sie Entschärfungen vornehmen, keine Mitarbeiter von privaten Firmen. An einer anderen möglichen Einschlagstelle in unmittelbarer Nähe haben die Feuerwerker keine Bombe gefunden. Der ebenfalls nur wenige Meter entfernte dritte Verdachtspunkt muss noch untersucht werden.

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