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Die Hibernia-Kampfbahn hat bald ausgedient.

Hibernia-Kampfbahn

Wohnen auf dem Sportplatz

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RECKLINGHAUSEN - Nachdem die Fußballer der PSV Recklinghausen die Fusion mit der Spvgg. BW Post zum SSC Recklinghausen beschlossen haben, wird die Hibernia-Kampfbahn nicht mehr benötigt. Nun ist das 20 000 m² große Areal als Baugrundstück im Gespräch.

Im Zuge der Fusion haben die PSV und BW Post nämlich den Zuschlag der Stadt für den Bau eines neuen Kunstrasenplatzes an der Langen Wanne erhalten. Unter anderem auch deshalb, weil die Stadt sich künftig die Pflege für die Hibernia-Kampfbahn sparen kann und die Vermarktung der Fläche Geld ins Stadtsäckel bringt. „Noch gibt es keinen endgültigen Vorschlag der Verwaltung. Wir denken aber in der Tat in Richtung Wohnbebauung“, bestätigte Sozialdezernent Georg Möllers auf Anfrage unserer Redaktion. Und auch in der Politik können sich die Verantwortlichen sehr gut vorstellen, dass dort, wo rund 90 Jahre dem runden Leder nachgejagt wurde, demnächst Wohnhäuser errichtet werden. „Aus unserer Sicht würde das absolut in den Ortsteil passen“, sagte zum Beispiel Ratsherr Heinz-Bernd Einck vom CDU-Ortsverband Ost/Hillen auf Nachfrage. „Die Lage ist ideal, um dort zum Beispiel ein Projekt mit bezahlbaren Wohnungen für Familien zu realisieren. Es gibt in der Nähe Schulen und demnächst hoffentlich auch wieder einen Nahversorger“, sagte der Fraktions-Vize der Union mit Blick auf das Projekt eines Investors im Bereich der Canisiusstraße, über das diese Zeitung mehrfach berichtet hat. Eine Modellrechnung des NRW-Bauministeriums sagt, dass die Stadt bis 2020 auch wegen der zugezogenen Flüchtlinge rund 500 neue Wohneinheiten benötigt. „Ich sehe den Bedarf in der Stadt weniger im Einfamilienhausbereich. Wir benötigen vielmehr Aktivitäten beim Bau von Mehrfamilienhäusern. Und das in allen Segmenten, von privat finanziert bis öffentlich gefördert“, erklärte auf Nachfrage Marc-Oliver Fichter, Prokurist der städtischen Wohnungsgesellschaft (WG). „Am Markt sind vor allem Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 50 m² und Familienwohnungen mit vier Zimmern in einer Größe um die 80 m² gefragt. Wichtig ist, dass diese auch bezahlbar sind“, sagte der Experte. Den Bereich der Hibernia-Kampfbahn stuft er allemal als interessant ein. „In dieser Lage gäbe es sicher kaum Probleme Wohnraum oder Baugrundstücke zu vermarkten“, ist der WG-Prokurist überzeugt.

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