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Zahlreiche Zuschauer bestaunten Mittwochnacht die leuchtende Liebfrauenkirche.

Liebfrauengemeinde

Stiftung schüttet erste Erträge aus

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RECKLINGHAUSEN - Die "Stiftung Liebfrauen", die im Januar 2014 gegründet wurde, hat offenbar den Nerv der Gemeindemitglieder getroffen. Mittlerweile sind 72.000 Euro eingezahlt worden. Im ersten Jahr wurden 1.700 Euro erwirtschaftet. Ein Teil der Summe soll jetzt an die vier Ferienfreizeiten der Gemeinde übergeben werden.

In den Verhandlungen mit dem Bistum Münster vor der Stiftungsgründung kam es den Initiatoren darauf an, dass tatsächlich eine schnelle und direkte Hilfe vor Ort möglich ist. „Wir müssen nicht in Münster fragen, sondern über Zuwendungen entscheidet der Stiftungsausschuss“, sagt Hans-Georg Bachem. Vorsitzender des Gremiums ist Pfarrer Oliver Paschke, hinzu kommen fünf vom Verwaltungsausschuss der Fusionsgemeinde, zu der neben den Kirchorten Liebfrauen und Petrus Canisius auch Heilig Geist, St. Barbara und St. Johannes gehören, entsendete Personen.

In Zeiten, in denen auch die Gemeinden der katholischen Kirche finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, will die Stiftung auf verschiedenen Ebenen einspringen. Das kann ein Zuschuss für die Ferienfreizeit sein, eine Finanzspritze für die Gemeindebücherei, aber auch die Unterstützung sozialer Projekte oder für die Ausstattung der Kirche. „Die Stiftung ist hoffentlich auch ein identitätsstiftendes Element in unserer Gemeinde“, sagt Bachem. Damit das Stiftungskapital weiter wächst, hoffen die Aktivisten aus Liebfrauen natürlich auf weitere Zustiftungen. „Dafür kann es verschiedene Anlässe geben“, betont Dr. Stephan Voigt, Mitglied im Verwaltungsausschuss. Gemeindemitglieder verzichten zu ihrem Geburtstag auf Geschenke und bitten stattdessen auf Spenden. Es kommt aber auch vor, dass bei Beerdigungen auf Blumenschmuck verzichtet wird, um stattdessen die Stiftung zu bedenken. „Alle, die stiften, können sich sicher sein, dass ihr Geld direkt in unserer fusionierten Gemeinde mit ihren fünf Kirchorten eingesetzt wird“, verspricht Bachem. Natürlich kann die Stiftung auch Spendenquittungen ausstellen.

Um die Stiftung immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, wollen Bachem & Co. vor allem verschiedene Veranstaltungen in der Gemeinde nutzen. Ein Infoflyer ist bereits erstellt, regelmäßig soll die „Stifterpost“ erscheinen, die über die Aktivitäten Auskunft gibt, aber auch Gemeindemitglieder auffordert, Vorschläge zu machen, wo die Erträge sinnvoll eingesetzt werden können.

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