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Pfarrer Christian Siebold lädt wieder zum "LitDOM" in die "Arche".

"LitDOM"

Auswandererschicksal steht im Fokus

RECKLINGHAUSEN - Am Samstag, 2. April, findet um 18 Uhr der nächste Literaturgottesdienst "LitDOM" im Gemeindezentrum "Arche", Nordseestraße 104, statt. Im Mittelpunkt steht diesmal eine Herz-Schmerz-Geschichte mit Tiefgang.

Genauer gesagt geht es um ein Auswandererschicksal in den 50er-Jahren. Der irische Autor Colm Toibin erzählt in seinem Roman „Brooklyn“ von der jungen Eilis Lacey, die aus einem irischen Provinznest in die USA emigriert. In Brooklyn findet sie Arbeit und Unterkunft, aber bleibt zunächst einsam. Doch die Eingewöhnung in der neuen Welt geht schneller als erwartet. Dabei hilft nicht zuletzt der Italo-Amerikaner Tony, von dem sie heftig umworben wird. Als ein familiärer Todesfall sie zurück in die alte Heimat ruft, muss sie sich entscheiden.

Was man auf den ersten Blick für eine kitschige Herz-Schmerz-Geschichte halten könnte, ist ein bemerkenswert unsentimentaler, aber dennoch berührender Roman. Colm Toibin versteht sich meisterhaft darauf, eine vergangene Zeit vor unseren Augen entstehen zu lassen und seine Charaktere wirken lebendig und authentisch. In einer Zeit, da das Thema Ein- und Auswanderung täglich in den Schlagzeilen ist, lohnt sich dieser Blick zurück besonders. Nina Hahn, die talentierte Nachwuchsmusikerin wird mit Gitarre und Gesang den "LitDOM" musikalisch bereichern.

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