Thorben Terwort will einen neuen Politstil etablieren. Das gefällt nicht allen.
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Thorben Terwort will einen neuen Politstil etablieren. Das gefällt nicht allen.

Nach Interview

Politiker fühlen sich von Bürgermeister-Kandidaten Thorben Terwort diskreditiert

  • Jörn Tüffers
    vonJörn Tüffers
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Das Interview mit dem Bürgermeister-Kandidaten Thorben Terwort schlägt hohe Wellen. Kritik kommt auch aus den eigenen Reihen.

  • Die Grünen schicken Thorsten Terwort ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters
  • Der junge Bürgermeister-Kandidat musste nach seinem ersten Interview bereits Kritik einstecken
  • Rita Nowak fühlt sich und ihre politische Arbeit herabgewürdigt

Kaum hat Thorben Terwort sein erstes Interview gegeben, schon sieht sich der 25-jährige Bürgermeister-Kandidat einiger Kritik ausgesetzt. So schrieb SPD-Ratsmitglied Michael Materna beispielsweise auf Facebook: „Ich bin erschüttert, wie oberflächlich die Einstellung zu einer verantwortlichen Kommunalpolitik sein kann. Wenn Herr Terwort seine Grünen-Parteifreunde als einen Politikersumpf definiert, dann soll er das bitte hinter verschlossenen Türen machen.“

Nach Ansicht von Materna sei es eine Frechheit und Unverschämtheit, die ihresgleichen suche, das kommunalpolitische Ehrenamt zu diffamieren, die Zeit, Arbeit und das Engagement der Kolleginnen und Kollegen im Rat und in den Ausschüssen so herabzusetzen.

Rita Nowak fühlt sich und ihre politische Arbeit herabgewürdigt

Zu Wort gemeldet hat sich auch die unterlegene Kandidatin der Grünen, Rita Nowak. Sie fühlt sich und ihre politische Arbeit durch Terworts Aussagen herabgewürdigt: „Seit mehr als 13 Jahren bin ich in der Kommunal- und auch in der Bundespolitik tätig. Dabei opfere ich meine Zeit, führe viele Gespräche und bin in vielen Gremien aktiv, um eine bessere Gesellschaft zu verwirklichen.“

Es sei unmöglich, Politik aus dem Bauch herauszumachen, wie der 25-Jährige es in dem Interview auch gesagt hatte. Politik sei harte Arbeit und es gehöre eine gewisse Qualifikation dazu.

Und weiter: „Ich und viele andere Menschen in den Rats- und Parteigremien engagieren sich ehrenamtlich. Das als Politiksumpf zu bezeichnen, empfinde ich für mich als ehrenrührig und anmaßend.“

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