Einsatzkräfte der Polizei und Stadt haben ihre Präsenz am Busbahnhof erhöht.
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Einsatzkräfte der Polizei und Stadt haben ihre Präsenz am Busbahnhof erhöht.

Stärkere Präsenz am Europaplatz

Busbahnhof: Polizei registriert 25 Prozent weniger Straftaten

  • Alexander Spieß
    vonAlexander Spieß
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Die Polizei spricht von einem signifikanten Rückgang. Die Zahl der angezeigten Straftaten am Busbahnhof ist laut Statistik im Vorjahr weiter gesunken.

  • Polizei und Stadt evaluieren ihr "Präsenzkonzept" am Busbahnhof in Recklinghausen nach einem Jahr.
  • Zahl der angezeigten Delikte ist laut Polizei von 2018 auf 2019 um  25 Prozent gesunken.
  • Erfasst wurden allerdings nur Straftaten auf dem Europaplatz selbst, nicht solche im Bahnhofsumfeld, wie etwa auf der Martini- oder Springstraße.


Update, 4. März: Registrierte die Polizei im Jahr 2017 noch 238 Straftaten auf dem Europaplatz, waren es 2018 nur noch 186. Im Vorjahr sank diese Zahl laut Polizei auf 137 Straftaten. Das ergibt einen Rückgang von 2018 auf 2019 um 25 Prozent. Um gar 30 Prozent seieen die Körperverletzungsdelikte gesunken.

Mit 40 Prozent seien knapp die Hälfte aller 2019 angezeigten Delikte Diebstähle, vor allem Fahrraddiebstähle. Acht Raubüberfälle seien 2019 für den Bereich des Europaplatzes angezeigt worden - ebenso viele wie 2018.

Präsenzkonzept als Erfolgsmodell in Recklinghausen

Polizei und Stadt führen diesen Rückgang auf die vermehrte Präsenz von uniformierten Polizeibeamten und Mitarbeitern des Kommunalen Ordnungsdienstes zurück. Im Zuge des Präsenzmodells gibt es auch gemeinsame Streifengänge. Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen: "Für uns ist nicht nur wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger am ZOB sicher sind, sondern dass sie sich auch sicher fühlen. Die Erfahrung zeigt, dass hier in erster Linie keine statistischen Zahlen helfen, sondern sich die Menschen einen direkten Ansprechpartner "vor Ort" wünschen." 

Polizei Recklinghausen will Präsenz am Europaplatz beibehalten

Die Polizei werde ihre vermehrte Präsenz auch mit der Mobilen Wache und dem Einsatz der Einsatzhundertschaft beibehalten. "Wir werden die enge Kooperation mit der Polizei fortsetzen und die Situation vor Ort weiter intensiv beobachten, um je nach Lage entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können", erklärte Bürgermeister Christoph Tesche.

Ursprünglicher Bericht vom 18. Februar: Das gemeinsame "Präsenzkonzept" zwischen Polizei und Stadt, auf das sich Polizeipräsidentin Friedrike Zurhausen und Bürgermeister Christoph Tesche vor einem Jahr einigten, sieht gemeinsame Präsenzzeiten und Streifengängen von Polizeibeamten und Mitarbeitern des Kommunalen Ordnungsdienstes auf Busbahnhof vor.

Die Bilanz nach einem Jahr ist durchaus positiv, teilt die Polizei auf ihrer Facebook-Seite mit: „Und deshalb machen wir genauso weiter."

Demnach sank die Zahl der angezeigten Delikte von 2017 auf 2018 auf dem Europaplatz laut Polizeistatistik bereits um etwa 20 Prozent, so Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber. 

238 Delikte im Jahr 2017, 186 ein Jahr später

Registrierte die Polizei 2017 noch 238 Körperverletzungen, Raubüberfälle, Diebstähle und Drogendelikte, waren es 2018 nur noch 186. Im vergangenen Jahr soll diese Zahl noch einmal deutlich gesunken sein. Genaue Zahlen will das Polizeipräsidium am 2. März im Kriminalitätsbericht bekannt geben.

Täglich zeigen Sicherheitskräfte mehrere Stunden lang Präsenz auf dem Europaplatz und zwar immer zu wechselnden Zeiten "um nicht berechenbar zu sein“, erklärt Wilming-Weber. Mal sind es Streifenwagenbesatzungen, mal die mobile Wache oder Beamte der Einsatzhundertschaft, die potenzielle Straftäter schon im Vorfeld abschrecken sollen. Die Polizei kontrolliert auch Personen und spricht Platzverweise aus.

Am Montagabend und Dienstagmorgen wurden in Gelsenkirchen Tankstellen überfallen. Die bewaffneten Täter sind auf der Flucht.

Im Regionalexpress ist am Mittwoch (13.2.) ein Streit zwischen drei Personen eskaliert. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Nur wenige Minuten zuvor ist ein 16-jähriges Mädchen am Busbahnhof von einem Mann aus Oer-Erkenschwick unsittlich berührt worden. Der 31-Jährige soll unter Drogen- und Alkoholeinfluss gestanden haben.

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