Polizei am Lohtor
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Vereinzelte Fahrzeuge wurden am Lohtor aus dem Verkehr gezogen.

Raser- und Tuningszene

Anzeigen und Platzverweis: Polizei zieht nach nächtlicher Aktion am Wallring Bilanz

  • Tina Brambrink
    vonTina Brambrink
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Am Samstagabend gab es einen größeren Einsatz in der Recklinghäuser Innenstadt. An mehreren Kontrollstellen hatten sich Beamten der Polizei postiert. Insgesamt sei es ruhig geblieben.

Update, 17. Januar: Ob es am Schneefall lag oder daran, dass die illegale Raser- und Tuningszene Wind vom Recklinghäuser Empfangskomitee bekommen hatte – am Ende blieb es ruhig beim nächtlichen Polizeieinsatz in Recklinghausen. Bis 24 Uhr kontrollierte die Polizei 94 Fahrzeuge und 157 Personen im Stadtgebiet. Die Beamten erhoben ein Verwarnungsgeld, schrieben sechs Anzeigen und stellten einen Platzverweis aus. Anders jedoch sah die Lage in Dortmund aus. Dort sind sechs Fahrzeuge sichergestellt worden. Sogar NRW-Innenminister Herbert Reul bei dem Einsatz in Dortmund vor Ort.

Update, 16., Januar: 22.55 Uhr: Die Polizei Recklinghausen sowie die Einsatzhundertschaft aus Bielefeld sind nach wie vor in der Innenstadt im Einsatz. Entlang des Wallrings werden einzelne Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen und kontrolliert. Einsetzender Schneeregen und -matsch erschweren den Einsatz der Polizei zusätzlich.

Erstmeldung, 16. Januar, 21.53 Uhr: „Mit dieser Aktion wollen wir ein Zeichen gegen die illegale Raser- und Tuningszene setzen“, erläuterte Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber das ungewöhnlich große Polizeiaufgebot. Zum Hintergrund: Illegale Autorennen, Lärmbelästigungen und Verkehrsgefährdungen zur Nachtzeit beschäftigen seit geraumer Zeit die Dortmunder Polizei. An den vergangenen Wochenenden registrierten die Kollegen in der Nachbarstadt in der Spitze bis zu 700 Fahrzeuge, die sich vorwiegend in der Dortmunder Innenstadt, mit dem Schwerpunkt Wallring, aufhielten.

Lockdown verschärft Situation in Dortmund

Der Lockdown hatte das Problem zuletzt deutlich verschärft. Immer mehr junge Raser haben den öffentlichen Straßenraum zu ihrer persönlichen Event-Meile umfunktioniert – Verstöße gegen die Coronaschutzauflagen und Vermüllung von Parkflächen inklusive. Der Kampf gegen die Szene ist inzwischen ein strategischer Arbeitsschwerpunkt des Dortmunder Polizeipräsidiums.

Zurück nach Recklinghausen: Denn hier lagen der Polizei vage Hinweise vor, dass einige Dortmunder Raser am Samstag einen Abstecher in die Festspielstadt machen wollten. Die erhöhte Polizeipräsenz solle die illegale Raserszene direkt ausbremsen und entschlossen signalisieren: „Hier nicht!“, so Wilming-Weber. Derzeit ist es laut Polizeiangaben aber noch ruhig rund um den Wallring in Recklinghausen.

Polizeipräsidentin: „Werden uns der Raser- und Tuningszene entgegenstellen“

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen: „Wenn diese Szene versucht, ihre gefährlichen Aktivitäten in unseren Städten ,auszuleben’, werden wir uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entgegenstellen. Das ist uns in der Vergangenheit erfolgreich gelungen und das werden wir auch zukünftig umsetzen. Unser Ziel ist es, insbesondere da anzusetzen, wo es der Szene besonders weh tut – bei der Sicherstellung der Fahrzeuge“.

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