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In einem Wohnhaus in der Nähe des Kreisverkehres an der Karlstraße hat sich der tödliche Vorfall ereignet.

Tödlicher Vorfall auf der Westfalenstraße

45-Jähriger stirbt nach tödlichem Schuss - nun meldet sich seine Tochter zu Wort

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In Hochlarmark hat ein Polizist am Mittwochabend einen Mann angeschossen. Hat der 45-Jährige selbst die Polizei gerufen?

Update, 31. Oktober, 18.40 Uhr:Nach der bisherigen Berichterstattung auf 24Vest.de hat sich am Donnerstag die 20-jährige Tochter des vermeintlichen Messerangreifers gemeldet und ihre Sicht der Dinge geschildert.

„Ich war noch eine Stunde vorher bei meinem Vater, der unter schwersten Depressionen litt. Deswegen hat er sich an die LWL-Klinik in Herten gewandt, um dort aufgenommen zu werden, doch das wurde dort abgelehnt – noch am Mittwoch.“

Er sei schon länger erkrankt gewesen, hätte auch schon mehrere Klinikaufenthalte hinter sich gebracht. Die ihm verordneten Medikamente hätte er nicht genommen.

Nach Angaben ihrer Stiefmutter, die mit dem 45-Jährigen zusammenlebte, hätte ihr Vater am Mittwochabend selbst die Polizei angerufen: „Das hat er vor einiger Zeit schon einmal gemacht, um Hilfe zu erhalten. Möglicherweise, so die Tochter, sei das erneut sein Anliegen gewesen.

Update, 31. Oktober, 15.56 Uhr: Wie der Bochumer Oberstaatsanwalt Paul Jansen nun bekanntgab, hat sich der Vorfall am Mittwochabend noch vor 22 Uhr in Hochlarmark auf der Westfalenstraße zugetragen.

Nach aktuellen Erkenntnissen ging dem tödlichen Schuss kein Anruf wegen Ruhestörung, sondern ein Anruf wegen eines Hilfeersuchens voraus. Die Hintergründe hierzu sind bislang noch unklar.

Aus Gründen des Hilfeersuchens rückten am Mittwochabend gleich vier Beamte zum Einsatzort aus. Als der Hochlarmarker die Polizisten bemerkte, bewaffnete er sich laut Jansen mit einem Messer und ist "energisch auf die Beamten zugegangen". Daraufhin fiel der Schuss, den ein Polizist ausgelöst hatte. Er traf das Bein des Angreifers.

Die Beamten leisteten vor Ort Erste Hilfe und versuchten, die starke Blutung zu stillen. Per Krankenwagen wurde der 45-Jährige daraufhin ins Elisabeth-Krankenhaus eingeliefert. In der Nacht zu Donnerstag ist er an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Die Essener Rechtsmedizin obduzierte bereits den Leichnam und stellte den bereits vermuteten Tod durch einen Arteriendurchschuss fest. Derzeit ermittelt die Mordkommission und prüft unter anderem, ob der Polizist tatsächlich aus Notwehr gehandelt hat. 

Update, 31. Oktober, 14.52 Uhr: Wie nun bekannt wurde, ist in der Nacht zu Donnerstag ein 45-jähriger Recklinghäuser durch einen Schuss eines Polizisten ums Leben gekommen. Wie der Oberstaatsanwalt Paul Jansen aus Bochum berichtete, ging dem Vorfall in den Abendstunden des Mittwochs ein Anruf wegen Ruhestörung voraus.

Vier Beamte begaben sich daraufhin laut Oberstaatsanwalt zu dem Einsatzort. Vor Ort sind sie auf einen Mann gestoßen, der plötzlich mit einem Messer auf einen der Beamten losging. Als dieser der Aufforderung eines Polizisten, das Messer wegzulegen nicht nachkam, schoss ihm einer der Beamten ins Bein und traf dabei eine Arterie.

Der 45-Jährige starb später im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.

Erstmeldung, 31. Oktober, 9 Uhr:

Bei dem nächtlichen Vorfall soll der Mann den Polizisten angegriffen haben, der ihn daraufhin erschoss. Der Angreifer starb im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

Es wurde umgehend eine Mordkommission eingerichtet - aus Neutralitätsgründen ermittelt die Polizei in Dortmund.

Das ist in solchen Fällen ein gängiges Verfahren. Im Laufe des Tages wird die Leiche obduziert, danach will die Staatsanwaltschaft weitere Infos zu dem Vorfall bekannt geben.

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  • Am Europaplatz ist es am Donnerstagmorgen zu einer Auseinandersetzung gekommen. Zeugen eilten einem jungen Mann zu Hilfe.
  • Eine Gruppe Jugendliche aus Oer-Erkenschwick steht noch unter Schock. Ein Mann geht auf sie los und zieht dann auch noch eine Waffe.
  • Ein 31-jähriger Mann in Herne wurde durch einen Schuss ins Bein schwer verletzt. Ein Verdächtiger hat sich bereits gestellt. Doch ein weiterer ist noch auf der Flucht.

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