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Ein Teestuben-Betreiber soll in seinem Geschäft in Recklinghausen-Süd Drogen verkauft haben.

Teestube in der Südstadt

Polizistin kommt Drogendealer als Scheinkäuferin auf die Schliche

Der Betreiber einer Teestube in Recklinghausen-Süd soll nicht nur Tee, sondern auch „Marihuana to go“ vertickt haben. Jetzt droht ihm ein Strafverfahren.

  • Ladenlokal in der Südstadt soll wochenlang Marihuana verkauft haben
  • Polizistin hat den Betreiber als Scheinkäuferin überführt
  • Betreiber ist nach Wohnungsdurchsuchung festgenommen worden

Nachdem die Polizei einen Hinweis erhalten hat, dass in einer Teestube in Recklinghausen-Süd nicht nur normale Besucher, sondern vor allem auch Drogenkunden zum Klientel zählen, hat sie eine Polizistin als Scheinkäuferin eingesetzt. Diese hat den Teestuben-Betreiber nach mehreren Drogenkäufen überführen können. Ihm droht nun Ärger vor dem Schöffengericht.

Der verdeckt ermittelnden Polizistin wurde laut Anklage mehrfach auf Anfrage Marihuana verkauft. Mal vom Angeklagten, mal von Mitarbeitern seiner Teestube. Laut Staatsanwaltschaft gab es 0,8 Gramm für einen „Zehner“ und entsprechend 1,6 Gramm für einen „Zwanni“. 

Wohnungsdurchsuchung nach fünftem Testkauf

Nachdem die Testkäuferin am 30. Oktober 2018 ihren fünften (und letzten) Drogenkauf bei dem Teestuben-Betreiber eingetütet hatte, fand laut Anklage noch am gleichen Abend eine Wohnungsdurchsuchung statt. Dabei sollen unter anderem eine Drogenmühle sowie klassisches Verpackungsmaterial sichergestellt worden und der Angeklagte festgenommen worden sein.

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage 

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen unerlaubten Drogenhandels erhoben. Die Vorwürfe gegen den 54-jährigen Familienvater beziehen sich auf fünf illegale Drogendeals im Zeitraum von Anfang September bis Ende Oktober 2018. 

Der ehemalige Teestuben-Betreiber soll bereits sieben Voreintragungen im Bundeszentralregister haben und gleich beim Haftprüfungstermin geständig gewesen sein. Ein Termin für den Prozess vor dem Schöffengericht steht derzeit noch nicht fest.

Von Werner von Braunschweig

Da hatte die Polizei den richtigen Riecher: Bei einer Personenkontrolle am Hauptbahnhofstellten die Beamten 16 Drogen-Tütchen sicher.

Zweimal "fünf Jahre Plus" lautete das Urteil für zwei Dealer aus Süd. Sie hatten Drogen an einen Minderjährigen verkauft. Auch ein Baseballschläger war dabei im Spiel.

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