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Rhyan Ipek (re.) mit ihrer Mama.

Gerichtsprozess am Bochumer Landgericht

Familie verklagt Prosper-Hospital auf Schmerzensgeld – so lautet das Gerichtsurteil

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Ryhan kam schwerstbehindert zur Welt. Die Familie macht den Ärzten und der Hebamme schwere Vorwürfe. Der Fall wurde vor Gericht verhandelt.

  • Ein Mädchen kam im Prosper-Hospital schwerstbehindert zur Welt
  • Die Familie verklagte das Krankenhaus auf 550.000 Euro Schmerzensgeld
  • Der Fall wurde am Mittwoch vor Gericht verhandelt

Update, 12. Februar, 15 Uhr:

Das Urteil ist gefallen: Das Prosper-Hospital und der mitverklagte Gynäkologe müssen 450.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Außerdem bestehe ein Anspruch auf Schadensersatz bei zukünftigen Folgen. Die Klage gegen den gleichzeitig mitverklagten Anästhesisten wurde abgewiesen.

Update, 12. Februar, 14.24 Uhr:

Die Gerichtsverhandlung am Landgericht Bochum ist nahezu abgeschlossen. Die Richter beraten derzeit über das Urteil. Die Familie der schwerstbehinderten Rhyan Ipek hat das Prosper-Hospital auf Schmerzensgeld und Zahlung von Folgeschäden verklagt. 

Vergleichsverhandlungen hat es nicht gegeben, wie ein Gerichtsreporter mitteilt. Das Urteil wird im Laufe des Mittwochs erwartet.

Erstmeldung, 12. Februar:

Rhyan Ipek kann nicht sprechen, nicht gehen und wird ihr Leben lang auf Hilfe angewiesen sein. Ihre Familie kämpft darum, dass sie mit den Folgen der Behinderung des kleinen Mädchens nicht allein gelassen wird. Sie hat das Prosper-Hospital auf Schmerzensgeld und die Zahlung von Folgeschäden verklagt. Es geht um 550.000 Euro.

Der Vorwurf: Die Frauenärzte und die Hebamme hätten es versäumt, den Kaiserschnitt rechtzeitig einzuleiten, obwohl es eindeutige Hinweise für eine Komplikation gegeben habe, sagt Christel Dymke, die Rechtsanwältin von Familie Ipek. Sie hat vor zwei Jahren die Klage eingereicht.

Familie verklagt Prosper-Hospital Recklinghausen

Am Mittwoch (12. Februar 2020) beschäftigt sich das Landgericht Bochum mit dem Fall. Es hat mehrere Gutachten in Auftrag gegeben. Dass Ryhan überhaupt lebt, sei ein Wunder. „Sie kam tot auf die Welt“, sagt Christel Dymke. Gutachter sagten später, Ryhan habe eine halbe Stunde keinen Sauerstoff bekommen. Sie wurde per Notkaiserschnitt geboren, wiederbelebt. Sie ist zu 100 Prozent behindert.

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Jörn Tüffers und Werner von Braunschweig

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