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Am Landgericht Bochum startet der Prozess gegen einen Obdachlosen.

Landgericht Bochum

Foltermord in Recklinghausen: Prozess gegen Obdachlosen startet

Die Anklage lautet auf Mord und Raub mit Todesfolge. Nach einer Bluttat im April 2019 in Recklinghausen muss sich ein Obdachloser vor dem Landgericht Bochum verantworten.

  • Prozess gegen den mutmaßlichen Täter soll am 20. Mai beginnen 
  • 40-Jähriger soll Opfer mit einem Lampenfuß totgeprügelt haben 
  • Ging der Bluttat ein Streit um ein Drogenversteck voraus? 

Im April 2019 wurde ein schrecklich zugerichtete Männerleiche in einer Wohnung an der Hohenzollernstraße in Recklinghausen gefunden. Der Angeklagte, ein 40-jähriger Obdachloser, wurde neun Tage später uner dringendem Tatverdacht festgenommen. Seitdem sitzt er wegen einer noch nicht verbüßten Strafe aus einer vorherigen Verurteilung in Haft. Am Mittwoch, 20. Mai, soll am Landgericht Bochum der Mordprozess starten. 

Angeklagter soll einer Zeugin den Mord in Recklinghausen gestanden haben

Die Anklage beschreibt einen brutalen Foltermord: Demnach wurde das Opfer gefesselt, gequält und mit einem Lampenfuß totgeprügelt. Der Angeklagte soll sich immer mal wieder als Mitbewohner in der Wohnung des späteren Opfers aufgehalten haben. Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass der Obdachlose den Wohnungsmieter bei einem Streit um die Preisgabe eines Drogenverstecks grausam getötet hat. Das Opfer ist qualvoll verblutet. Danach soll der 40-Jährige Bargeld, Drogen und das Handy des Opfers mitgenommen haben und untergetaucht sein. Einer Zeugin soll er angeblich gestanden haben, jemanden umgebracht zu haben.

Nach Angaben seines Verteidigers Jens Tuschhoff streitet der Angeklagte eine Tötung vehement ab. Im Falle einer Verurteilung wegen Mordes droht dem Mann eine lebenslange Haftstrafe

Von Werner von Braunschweig

Zuletzt war ein Obdachloser aus Recklinghausen wegen 0,01 Gramm Marihuana in die Schlagzeilen geraten. Nach einem Albtraum-Überfall auf eine Seniorin ist ein Täter zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Wegen eines mutmaßlichen Behandlungsfehlers bei einer Geburt war das Prosper-Hospital auf Schmerzensgeld verklagt worden.

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