An dieser Stelle neben dem Hauptbahnhofsgebäude soll die Radstation zukünftig entstehen.
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An dieser Stelle neben dem Hauptbahnhofsgebäude soll die Radstation zukünftig entstehen.

Baubeginn verzögert sich

Radstation am Hauptbahnhof lässt auf sich warten - die Hürde ist bürokratischer Natur

  • Ralf Wiethaup
    vonRalf Wiethaup
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Eine neue bürokratische Hürde verzögert den Baubeginn der Radstation neben dem Hauptbahnhof.

Recklinghausen soll zukünftig eine Radstation bekommen. "Zukünftig" trifft's wohl, denn wann sie gebaut werden soll, ist noch immer unklar. In der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses haben sich die Hoffnungen auf einen baldigen Baubeginn wohl zerschlagen, denn eine Genehmigung fehlt noch, wie Norbert Höving als Technischer Beigeordneter mitteilte.

Das Eisenbahnbundesamt habe bereits eine Plangenehmigung erteilt, was laut Norbert Höving, Technischer Beigeordneter, "höchst erfreulich" und mit einer Baugenehmigung zu vergleichen sei. 

"Eisenbahn-Inbetriebnahmegenehmigungsverordnung" fehlt

Nur muss die Stadt nun beim jenem Eisenbahnbundesamt noch eine weitere Genehmigung erwirken. Dieses entspricht den Anforderungen der im Juni 2018 erlassenen Eisenbahn-Inbetriebnahmegenehmigungsverordnung. 

Dieses verbale und vielleicht auch juristische Ungetüm löste bei den Ausschussmitgliedern spontanen Unmut aus. Die Verwaltung versuchte, die Enttäuschung ein wenig zu dämpfen. „Auch diese Hürde werden wir nehmen“, erklärte Norbert Höving. Sein Amtskollege Ekkehard Grunwald meinte, „dass es keinen Grund zur Verzweiflung gebe“.

Radstation soll am Recklinghäuser Hauptbahnhof entstehen

Die Radstation soll bekanntlich dort errichtet werden, wo bislang die Bahnmitarbeiter auf dem Parkplatz nördlich des Hauptbahnhofs ihre Autos abgestellt haben. 

Die Kosten für die vom Architekturbüro Pfeiffer, Ellermann, Preckel aus Münster konzipierte Radstation betragen 860.000 Euro. Davon werden vom Land 295.000 Euro gefördert. Ursprünglich hatte man auf fast 100.000 Euro mehr gehofft.

Dem Klima zuliebe würden vermutlich viele Bürger öfters zum Drahtesel greifen. Doch Schätzungen zufolge fehlen an Deutschlands Bahnhöfen Hunderttausende Stellplätze für Fahrräder.

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