In der Nacht zum 3. Mai brannte es in dem orientalischen Restaurant "Damaskus Gourmet" an der Martinistraße.
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In der Nacht zum 3. Mai brannte es in dem orientalischen Restaurant "Damaskus Gourmet" an der Martinistraße.

Restaurantinhaber legt Feuer im „Damaskus Gourmet"

Betreiber zündete sein Restaurant an - jetzt wurde das Urteil gesprochen

Er hatte einen Versicherungsbetrug im Sinn, als er sein Ladenlokal an der Martinistraße anzündete. Damit wurde der Restaurantbetreiber zum Brandstifter.

  • Ex-Betreiber des Restaurants "Damaskus Gourmet" ist nach schwerer Brandstiftung zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden.
  • Bei erfolgreicher Entzugstherapie wird die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt.
  • Der Restaurant-Betreiber hat am 3. Mai ein Feuer in seinem Lokal gelegt, um einen Versicherungsbetrug zu erwirken.

Es hätte noch viel mehr passieren können, wenn eine wachsame Nachbarin in der Nacht auf den 3. Mai nicht den Notruf gewählt hätte. Das orientalische Restaurant "Damaskus Gourmet" an der Martinistraße stand da bereits in Flammen.

Der Verteidiger des Angeklagten Knuth Meyer-Soltau stellte zum Prozessauftakt klar: "Die Angaben in der Anklage sind bedauerlicherweise richtig.“ Demnach hat der Betreiber das Feuer in seinem Restaurant selbst gelegt.

Am Mittwoch (11.12) - sieben Monate später - ist der Restaurant-Betreiber (33) wegen besonders schwerer Brandstiftung zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Wegen jahrelangen Drogenmissbrauchs ordnete die 11. Strafkammer am Bochumer Landgericht zudem an, dass der Brandstifter einen Teil der Haftstrafe in einer geschlossenen Entziehungsanstalt verbüßen soll. 

Haftstrafe könnte zur Bewährung ausgesetzt werden

Unter Anrechnung einer siebenmonatigen U-Haft könnte der 33-Jährige im Sommer 2020 eine mehrmonatige Entzugstherapie beginnen. Wenn er diese erfolgreich durchläuft, würde danach die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt werden.

Der Ex-Betreiber des „Damaskus Gourmet“ hatte im Prozess zugegeben, das Feuer in seinem Ladenlokal aus Verzweiflung über seine Finanzsituation gelegt zu haben. Ziel sei es gewesen, Geld von der Feuerversicherung zur Tilgung seiner Schulden zu erhalten. 

Richter berücksichtigen ausweglose Situation

„Ich sitze seit 206 Tagen in Haft, es vergeht kein Tag, an dem ich das nicht bereue“, sagte der Gastronom. „Ich habe einen großen Fehler gemacht.“ Die Richter berücksichtigten beim Urteil die „ausweglose Situation“ des zur Tatzeit depressiven Gastronoms und das "frühe und freimütige Geständnis".

von Werner von Braunschweig

Kürzlich ist einer ehemaliger Arzt des Klinikum Vest zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Er soll eine Patientin mehrfach sexuell belästigt haben.

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