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Wie funktioniert das Mieten und Fahren eines E-Rollers? Eine Redakteurin macht den Selbstversuch

  • Alina Meyer
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Seit Ende September sind 300 E-Roller in Recklinghausen verteilt. Redakteurin Alina Meyer hat einen E-Roller gemietet und probeweise getestet.

Mein Selbstversuch startet mit dem Installieren der jeweiligen Anbieter-App („Spin“ oder „Tier“). Anders lassen sich die E-Roller nämlich nicht ausleihen. Ein kleiner Minuspunkt: Wer kein Smartphone besitzt, fällt durchs Raster.

Rein zufällig fällt meine Wahl auf die Tier-App. Das Herunterladen und Installieren funktioniert bei meinem Samsung-Smartphone problemlos. Wahlweise lässt sich die App nun mit einem Kreditkarten- oder einem Paypal-Konto verbinden. Meine Wahl fällt auf das Kreditkartenkonto.

Viele E-Roller stehen am Wall in Recklinghausen

Auf einer Straßenkarte werden mir nun die verfügbaren E-Roller angezeigt inklusive ihrer Reichweite, die bei voll aufgeladenem Akku 20 Kilometer beträgt. Ich steuere den nächsten Scooter an, der genau wie in der App angekündigt am Kaiserwall steht. Per App scanne ich den QR-Code und die digitale Zeitanzeige startet auf dem Handy. Mit jeder angebrochenen Minute wird nun mein Kreditkartenkonto um 19 Cent plus einmalig einen Euro Grundgebühr belastet (bei „Spin“ sind es 25 Cent/Minute plus einen Euro Startgebühr).

Redakteurin Alina Meyer dreht eine Runde mit dem E-Roller.

Und erst dann wurde mir doch ein wenig mulmig zumute. Nicht wegen des Geldes. Tatsächlich bin ich noch nie mit einem solchen Ding gefahren. Wo gibt man denn eigentlich Gas? Wo ist die Bremse? Und wo darf ich eigentlich fahren? Nach einigen Minuten suchen – die Zeit läuft – finde ich in der Tier-App Infos. Ich hole Schwung, trete mit dem Fuß ab und stelle mich auf das Trittbrett.

In der Altstadt von Recklinghausen ist das Fahren untersagt

Danach düse ich am Rathaus entlang bis zum Konrad-Adenauer-Platz – ganz entspannt ohne Muskelkraft – und wieder zurück über den Wall bis zum Lohtor-Friedhof. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 20 km/h. Auf Asphalt lässt es sich angenehmer fahren, als auf Kopfsteinpflaster. In der Altstadt ist das Fahren untersagt. Nach 19 Minuten Fahrt stelle ich den Roller ab und zahle 4,61 Euro.

Mein Fazit? E-Roller fahren macht Spaß – und wie! Das ist auch der Hauptgrund, warum ich sie noch mal mieten würde. Allerdings muss man ein wenig üben, bis man den Dreh mit Gas und Bremse raus hat. Der Nutzen für den alltäglichen Gebrauch? Fraglich. Für Schüler wäre er toll. Nur beträgt das Mindestfahralter 18 Jahre.

Spaß schlägt Praktikabilität

Die Gebühren sind nicht unbedingt ein Schnapper. Man muss sich gut überlegen, für welche Fahrten man ihn sich leisten will. Ich setze also zunächst mal auf den Spaßfaktor. Die Praktikabilität im Alltag kommt vielleicht mit der Zeit. Einen ausführlicheren Bericht lesen Sie am Freitag, 2. Oktober, in unserem E-Paper.

Rubriklistenbild: © René Preuß

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