170 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.
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170 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.

170 Mitarbeiter betroffen

Runners Point verlässt Recklinghausen - so geht es jetzt für die 170 Mitarbeiter weiter

Eine große Handelskette wird ihre Filialen nach Informationen von 24Vest in Recklinghausen schließen. Dahinter steckt eine strategische Entscheidung des Eigentümers Foot Locker.

  • Runners Point zieht sich aus Recklinghausen zurück
  • Filiale im Palais Vest und die an der Tiroler Straße werden geschlossen
  • Grund ist eine strategische Entscheidung des Unternehmens

Update, 19. Mai: Ein Tag nach Bekanntwerden der Schließung von Runners Point meldet sich die Konzernmutter Foot Locker zu Wort:

„Alle Filialen werden geschlossen“, ließ ein Sprecher unberührt verlauten, und dass der Entscheidung eine „Bewertung unserer Geschäftstätigkeit und der Wettbewerbslandschaft in Deutschland über den Zeitraum der vergangenen zwölf Monate“ vorangegangen sei.

„Jetzt geht es in den Dialog mit den Sozialpartnern über einen Interessensausgleich", so der Sprecher. Die Filialen sollen zunächst alle geöffnet bleiben, bis eine Einigung getroffen wurde.

Mitarbeiter von Runners Point werden von drei Betriebsräten vertreten

Die Mitarbeiter von Runners Point werden von drei unterschiedlichen Betriebsräten vertreten. Der Essener Rechtsanwalt Jürgen Graser, der alle Betriebsräte berät, erklärt, warum von denen derzeit noch nichts zu hören ist:

„Man hat mit der Geschäftsführung Vertraulichkeit vereinbart. Das eigentliche Anliegen der Betriebsräte ist jetzt, sich möglichst viele Informationen zu verschaffen.“ 

Rechtsanwalt vermutet einen Sozialplan

Auch der Rechtsanwalt selbst mutmaßt, dass es letztlich auf einen Sozialplan hinauslaufen wird: „Das wird vermutlich vom Arbeitgeber angestrebt.“ Nach Angaben von Foot Locker sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz in insgesamt 81 Filialen und der Firmenzentrale in Recklinghausen rund 900 Mitarbeiter betroffen.

Was die Politik von dem überraschenden Rückzug hält, lesen Sie in einem ausführlicheren Bericht in unserem E-Paper.

Erstmeldung, 18. Mai:

Wann genau Runners Point seine Filiale im Palais Vest und das große Zentrallager an der Tiroler Straße 3 schließen wird, ist noch unklar. Tatsache ist allerdings, dass sich das Unternehmen nach Informationen von 24Vest aus Recklinghausen vollständig zurückziehen wird. Die Marke Runners Point wird komplett aufgegeben. Das bestätigt auch die Stadt am Montag auf Nachfrage.

Aktivitäten von Runners Point in Recklinghausen laufen aus

Grund dafür ist eine strategische Entscheidung des Unternehmens Foot Locker, das die 1974 gegründete Handelskette aus den USA im Jahr 2015 aufgekauft hat. Demnach sollen sämtliche Aktivitäten in die Niederlande verlegt werden.

Bürgermeister Christoph Tesche hat bestürzt auf die Nachricht reagiert und dem Unternehmen die volle Unterstützung der Stadt signalisiert, um den Fortbestand in Recklinghausen zu sichern.

170 Mitarbeiter sind in Recklinghausen betroffen

„Das ist für unsere Stadt leider ein echter Schlag ins Kontor. Vor allem tut es mir leid für die rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nun urplötzlich ihren Arbeitsplatz verlieren. Dahinter stehen die Schicksale von Familien. Solche Nachrichten sind immer bitter, kommen in der Corona-Krise aber erst recht zur Unzeit.“

Die Vorgehensweise von Foot Locker erinnere ihn fatal an die Standortaufgaben des Windelherstellers Ontex und des Dosenwerks Ball in den vergangenen Jahren.

Das Café Extrablatt am Markt zieht um. Ein möglicher Nachmieter im  bereits im Gespräch.

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