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Das Schulessen wird für Eltern teurer.

Ab dem 1. Januar 2020 gelten neue Preise

Mittagessen in Schulen und Kitas wird für Eltern künftig teurer - das steckt dahinter

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Zuletzt gab es zwei Caterer, die die hungrigen Bäuche in Schulen und Kindergärten gefüllt haben. Künftig soll es nur noch einen Caterer für alle Bereiche geben.

Apetito Catering, der auch schon zuvor die weiterführenden Schulen mit warmen Speisen zum Mittag versorgt hat, hat bei der europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für die nächsten drei Jahre erhalten. Kitas und Grundschulen wurden bislang von der Stattküche Münster beliefert.

Doch einen Nachteil bringt der neue Caterer mit sich: Das Essen wird teurer. Ab dem 1. Januar 2020 sollen folgende Preise gelten:

- Nutzer von Kindertagesstätten zahlen künftig monatlich 50,60 Euro (bisher 46,20 Euro).

- Nutzer von offenen Ganztagsschulen zahlen künftig monatlich 63 Euro (bisher 58 Euro) 

- Bei Nutzern von Tagesmenüs an weiterführenden Schulen muss man unterscheiden zwischen den Barzahlern (jetzt 4,14 statt 3,80 Euro) und den Systemzahlern (4,25 Euro statt 3,90) 

- Gleiches gilt an der weiterführenden Schulen für die Nutzer ihr Essen selbst an Stationen zusammenstellen: Diese müssen bei Barzahlung künftig 4,45 statt bisher 4,10 Euro zahlen, bei den Systemzahlern erhöht sich die Summe von 4 Euro auf 4,35 Euro.

Andere Anbieter hätten laut Stadt Recklinghausen ähnliche Preise

Wie die Stadt mitteilte, kann man den Schwarzen Peter in diesem Fall aber nicht einfach der Apetito catering in die Schuhe schieben, weil die Vergleichsangebote der anderen Anbieter Preissteigerungen in ganz ähnlichen Größenordnungen vorgesehen hätten.

Die Gesamtkosten für die Mittagsverpflegung in allen Kitas und Schulen der Stadt liegen bei rund drei Millionen Euro. Ein sehr geringer Anteil von 20.000 Euro zahlt der Caterer selbst, der dafür auch die Bistros in diversen Schulen betreiben darf. Zudem steuert die Stadt einen Anteil hinzu, der zuletzt bei 18,5 Prozent lag. Den Rest, also 81,5 Prozent der Summe, müssen die Eltern tragen. 

Eltern müssten rund 19 Prozent mehr zahlen

Diese Rechnung würde ergeben, dass die Eltern eine durchschnittliche Preiserhöhung von rund 19 Prozent zahlen müssten – fast ein Fünftel mehr als bisher. Das ist zu viel, sagte die Stadt. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als den eigenen Anteil zu erhöhen.

Dadurch wird der Anteil der Eltern schlussendlich auf 75 Prozent sinken. Doch noch immer ergibt sich so Preissteigerung von durchschnittlich neun Prozent.

In ganz Deutschland fehlt es immer öfter an Lehrern. Die Dattelner Grundschulen sind in diesem Fall recht gut versorgt, sie klagen aber häufig über ein anderes Problem: den Mangel an Schulleitern.

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