Ditib-Moschee an der König-Ludwig-Straße
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Mäßig besucht: Die Ditib-Moschee an der König-Ludwig-Straße von innen.

Erfassung per QR-Code

Rituelle Waschung untersagt: So wird in der Ditib-Moschee aktuell gebetet

  • Alexander Spieß
    vonAlexander Spieß
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Die Ditib-Moschee an der König-Ludwig-Straße in Recklinghausen hat ihre Besucheranzahl in der Corona-Pandemie stark reduziert und setzt künftig auf elektronische Besuchererfassung.

Auch in den zwei Recklinghäuser Ditib-Moscheen sind die Auswirkungen des Lockdowns allgegenwärtig. Die sechs Männer, die sich am Mittag in der Süder Moschee zum Beten eingefunden haben, tragen FFP2-Masken. Vor sich auf dem mit Abstandsmarkierungen versehenen roten Teppich breiten sie eigene kleine Gebetsteppiche aus. Auch das ist derzeit Vorschrift. So zeigt es das Schild mit den Coronaregeln im Eingangsbereich an.

Für den Notfall hält der Moscheeverein Einweg-Gebetsteppiche aus Papier bereit. Einer der Betenden greift auf diese Variante zurück. Der Imam steht vorne und stimmt seinen Gebetsruf an. Die Fenster sind weit geöffnet. „Vor Corona waren hier um diese Zeit mindestens doppelt so viele Besucher“, sagt Hayri Yilmaz, der Vorsitzende der Gemeinde.

Eintritt per QR-Code in Ditib-Moschee

Maximal 70 Besucher dürften derzeit die Moschee an der König-Ludwig-Straße zeitgleich betreten. Ab Samstag, 27. Februar, starten die Ditib-Gemeinden die digitale Erfassung ihrer Besucher. Wer rein möchte, hält eine zuvor ausgegebene Karte oder den Smartphone-Bildschirm mit einem QR-Code vor einen Scanner. So werden Namen und Adressen erfasst. Nach spätestens sechs Wochen, erklärt der Vorsitzende, werden die Daten wieder gelöscht.

Auf die rituellen Waschungen vor den Gebeten müssen die Besucher coronabedingt verzichten. Die Tür zum Waschraum ist mit rotem Flatterband versperrt. Die Waschungen sollen die Gläubigen nach Möglichkeit zu Hause verrichten. Mehr dazu gibt es im ePaper.

Hier erfahren Sie, wie das Freitagsgebet in den Moscheen in Oer-Erkenschwick abgehalten wird. Im vergangenen Jahr wurde Kritik um den Muezzinruf in den Moscheen in Recklinghausen laut. Er durfte an drei Wochentagen als Solidaritätsbekundung erklingen.

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