Daniel Hageleit, Inhaber vom Drübbelken,
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Daniel Hageleit, Inhaber vom Drübbelken, zweifelt den Nutzen der Sperrstunde an.

Regeln verschärfen sich

„Blinder Aktionismus“: Sperrstunde treibt Gastro-Branche in den Ruin

  • Alina Meyer
    vonAlina Meyer
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Der Ärger und das Unverständnis über die sich verschärfenden Corona-Regeln in der Gastro-Branche sind groß. Die Leidtragenden seien nicht die „Seuchenherde“.

Die von der Bundesregierung am Mittwochabend angekündigte, verschärfende Sperrstunde, die auch auf Recklinghausen zurollt, trifft die Gastronomen ihrer Ansicht nach zu Unrecht. Städte, die bei der Sieben-Tage-Inzidenz einen Wert von 50 überschreiten, müssen ihre Lokale künftig wohl bereits um 23 Uhr schließen. Außerdem herrscht nach 22 Uhr ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit.

„Gastronomien sind keine Seuchenherde“

Dehoga-Sprecher Uwe Suberg macht seiner Entrüstung in einem Schreiben Luft: „Anders, als uns Medien und Politik vielerorts weismachen wollen, handelt es sich bei den Hotels, Restaurants, Gaststätten und Kneipen nicht um die ‚Seuchenherde’ der Nation.“ Eine Studie des RKIs belege das. Auch bei Drübbelken-Inhaber Daniel Hageleit ist das Unverständnis über die Sperrstunde groß: „Ich halte sie für blinden Aktionismus. Sie ist das Letzte, das wir jetzt noch gebrauchen können.“ Ralf Teubner von Murphy’s Pub & Grill: „Man fragt sich, wie man mit derartigen Verschärfungen noch über den Herbst und Winter kommen soll.“ Auch die Absage von „RE leuchtet“ trifft viele Gastronomen.

Imageverlust und finanzieller Schaden sind immens

Eine drastische Folge laut Uwe Suberg: „Die Branche wird stigmatisiert“. Imageverlust und finanzieller Schaden seien immens. Überall werden Reservierungen storniert. Und wo der Schaden immer größer wird, sind die Infektionsherde noch lange nicht eingedämmt. Uwe Suberg: „Die Treffen verlagern sich lediglich aus dem kontrollierten, rückverfolgbaren Bereich der Gastronomie in die nicht kontrollierbare, geschweige denn rückverfolgbare Welt der Wohnzimmer, Partykeller und Vereinsheime.“ Einen ausführlicheren Bericht lesen Sie in unserem E-Paper.

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