Zwei Spürhunde aus Recklinghausen haben Ermittlungen in Münster unterstützt.
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Zwei Spürhunde aus Recklinghausen haben Ermittlungen in Münster unterstützt.

Vierbeiner im Einsatz

Kindesmissbrauch: Spürhunde aus Recklinghausen helfen Ermittlungen auf die Sprünge

Zwei Datenspeicherspürhunde aus Recklinghausen haben bei den Ermittlungen rund um die Kindesmissbrauchsfälle in Münster gute Arbeit geleistet.

  • Spürhunde erschnüffeln Datenspeicher in Kindesmissbrauchsfall
  • Belgische Schäferhunde entdecken iPad und USB-Stick
  • Hunde sind seit Oktober 2019 im Einsatz

Die Vierbeiner "Theo" und "Jupp" haben mit ihrer guten Spürnase die Ermittlungen rund um die Kindesmissbrauchsfälle in Münster unterstützt. Die zwei Datenspeicherspürhunde aus Recklinghausen kamen bei einer erneuten Durchsuchung der Wohnung der 45-jährigen Beschuldigten am Mittwoch, 10. Juni, zum Einsatz.

Wie die Staatsanwaltschaft Münster und die Polizei Münster in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, wurden die Spürhunde angefordert, um mögliche versteckte Datenspeicher in der Wohnung zu erschnüffeln." 

Spürhunde aus Recklinghausen finden Datenträger

Das machten die geübten Hunde mit links: So schlug Spürhund Theo, genau wie Jupp ein belgischer Schäferhund, in der Wohnung an. Kurz darauf haben die Ermittler ein iPad entdeckt, das offenbar absichtlich versteckt unter einem Schrank lag. Daneben erschnüffelte Theo anhand des Geruchs einen USB-Stick, der in einer Kiste mit Kleinteilen lag und nicht als Datenträger zu erkennen war.

"Theo", "Jupp" und ihre Diensthundeführer haben Beweismittel gesichert.

Einen Tag später, am Freitag, 12. Juni, durchsuchten die Diensthundeführer mit den Malinois auch die Laube, der Kleingartenanlage in Münster, in der sich in den vergangenen zwei Jahren viele schwere Missbrauchstaten an Jungen zugetragen haben sollen. Dort fanden die Spürhunde allerdings nichts.

Theo und Jupp wurden bei der Polizei ausgebildet

Die Datenspeicherspürhunde sind in NRW seit Oktober 2018 im Einsatz und erleichtern mit ihrer guten Spürnase Ermittlungen das Auffinden von Beweismitteln. Sie werden beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW (LAFP NRW) ausgebildet.

In Recklinghausen lösten zwei angebliche Entführungsversuche bei Eltern Sorge aus. Die Polizei behandelt die Gerüchte mit Skepsis.

Am Landgericht Bochum hat kürzlich der Prozess um hundertfachen Kindesmissbrauch begonnen. Auf der Anklagebank: der 45-jährige Lars H. aus Grullbad.

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