Bürgermeister Christoph Tesche (l.), Klimaanpassungsmanagerin Lena Germscheid (3.v.l.) und Stefan Frackowiak, Bereichsleiter Grünpflege (r.) danken Dietmar Doliwa (2.v.l.) für seine Mithilfe. Er bewässert als erster Gießpate der Stadt den Willy-Brandt-Park.
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Bürgermeister Christoph Tesche (l.), Klimaanpassungsmanagerin Lena Germscheid (3.v.l.) und Stefan Frackowiak, Bereichsleiter Grünpflege (r.) danken Dietmar Doliwa (2.v.l.) für seine Mithilfe. Er bewässert als erster Gießpate der Stadt den Willy-Brandt-Park.

Dritter Hitzesommer droht

Mit dieser Idee möchte die Stadt Bäume vor dem Verdursten retten

  • Oliver Kleine
    vonOliver Kleine
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Die Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) können in den trockenen Monaten nicht alle Bäume in der Stadt gießen. Deshalb suchen sie nach Gießpaten.

  • Gießpaten sollen KSR beim Bewässern der Bäume unterstützen
  • Freiwillige erhalten als Dank eine Urkunde
  • Pro Baum wären 120 bis 150 Liter Wasser eine ideale Menge

Für Donnerstag und Freitag (4./5.6.) sagt der Wetterbericht Regen voraus. Allerdings reiche dieser nicht aus, um den Durst der Bäume in der Stadt zu stillen, sagt Stefan Frackowiak, KSR-Bereichsleiter Grünpflege. Bei den völlig ausgetrockneten Böden dringt das Wasser gar nicht erst in die Tiefe, sondern fließt an der Oberfläche ab in die Kanalisation.

Die Stadt hat bereits, wie in den vergangenen Jahren, die Bürger aufgerufen, die Straßenbäume vor ihrer Haustür zu gießen. Zusätzlich hat sie nun sogenannte Gießpatenschaften ins Leben gerufen, um die Bäume vor dem Verdursten zu retten. Freiwillige können einen Baum ihrer Wahl oder wenn sie mögen, sogar einen ganzen Park bewässern

Gießpaten bekommen eine Urkunde

Im Gegenzug erhalten sie eine von Bürgermeister Christoph Tesche unterschriebene Urkunde "und vor allem Wertschätzung für ihren wertvollen Beitrag“, sagt Tesche. "Wir freuen uns über jede Unterstützung, denn jede Kanne zählt", sagt Stefan Frackowiak. 

Schon der Monat April war viel zu trocken und im Mai regnete es so wenig, dass vom trockensten Wonnemonat, seit Beginn der Wetteraufzeichnungen die Rede ist. Schon seit Anfang April wässern die Mitarbeiter der Kommunalen Servicebetriebe (KSR) die Bäume am Wallring.

Bewässerungskarte zeigt durstige Bäume in Recklinghausen

„Es müsste jetzt wochenlang pausenlos regnen, bevor die jungen Bäume wieder auf natürliche Weise genug Wasser bekämen“, erklärt Frackowiak. Als Orientierung für die Bürger gibt es eine Bewässerungskarte auf der städtischen Internetseite. Sie zeigt an, welche Bäume im Stadtgebiet Wasser benötigen und wie alt die Bäume sind.

Info: Wer Interesse an einer Gießpatenschaft hat, kann sich telefonisch bei Sven Greuel von den KSR melden unter 50-2805 oder per E-Mail an sven.greuel@recklinghausen.de

Die Waldbrandgefahr in Recklinghausen steigt durch die schon länger anhaltende Trockenheit. Von der Dürre besonders betroffen sind die jungen Bäume.

Eichenprozessionsspinner: Vor Wochen haben Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofs Herten (ZBH) insgesamt 410 Bäume mit Spritzbrühe behandelt. Doch das hat offenbar nicht überall gereicht.

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