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Die Ludwig Erhard Allee, Straße wird aufgrund von Baumängeln noch nicht freigegeben.

Freigabe der Osttangente soll kommen

Stadt plant nächste Abnahme der Ludwig-Erhard-Allee: Freigabe erst nach Ostern

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  • Ralf Wiethaup
    Ralf Wiethaup
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Ein Teil der Ludwig-Erhard-Allee musste noch einmal abgefräst werden. Die Stadt plant noch in dieser Woche den zweiten Versuch einer Abnahme.

  • Statt die Ludwig-Erhard-Allee wie geplant am 10. Januar freizugeben, ist die Osttangente noch heute für die Öffentlichkeit gesperrt.
  • Grund dafür ist ein Fehler der Baufirma. Die Arbeiter haben die Straße zwei bis drei Zentimeter zu hoch gebaut.
  • Die Stadtverwaltung plant, die Straße noch in dieser Woche abzunehmen.

Update, 7. April: Die Freigabe der Ludwig-Erhard-Allee für den Verkehr soll bald kommen, doch die kühnen Hoffnungen, dass das noch vor den Ostertagen geschieht, erfüllen sich nicht. Dies teilte die Stadtverwaltung mit.

Und das liegt nicht mehr am Asphalt, der sich inzwischen in Topform präsentiert, sondern an den Rinnsteinen. Mehr als 250 von diesen soll die ausführende Firma noch einmal austauschen. Doch das müsste dann wirklich das letzte Kapitel der schier unendlichen Entstehungsgeschichte der Ludwig-Erhard-Allee sein.

Axel Fritz will als städtischer Abteilungsleiter Straße verständlicherweise kein Versprechen abgeben, „aber ich sehe im Grunde nichts mehr, das einer Freigabe im Wege steht.“ Allerdings erst nach Ostern. 

Update, 6. April: Die Stadtverwaltung plant einen zweiten Anlauf und möchte die neu gebaute Ludwig-Erhard-Allee am Donnerstag, 9. April, abnehmen. Das bestätigt Rathaussprecher Hermann Böckmann auf Nachfrage. Allerdings sei der Termin von der Baufirma noch nicht bestätigt worden.

Die erste Bauabnahme am 9. Januar ist gescheitert. Der Grund: Die zuständige Baufirma hat die Asphaltschicht der 1,2 Kilometer langen Osttangente rund zwei bis drei Zentimeter zu hoch gebaut.

Straßendecke an der Osttangente in Recklinghausen musste abgetragen werden

Bohrungen hatten ergeben, dass die Straßendecke bis hin zum Schotter noch einmal abgetragen werden muss. Der CDU-Verkehrsexperte Heinz-Bernd Einck steuerte kürzlich ein paar Einzelheiten hinzu: „Es gab insgesamt acht Bohrungen, und bei der Hälfte davon gab es Auffälligkeiten. Es stellte sich heraus, dass die Tragschicht zu dünn war. Und da muss die Firma natürlich nachbessern.“ 

Fraglich, ob Firma der Bauabnahme zustimmt

Nun hat die Firma ihre Arbeiten ausgebessert. Demnach bleibt abzuwarten, ob die Baufirma dem von der Stadtverwaltung anberaumten Termin zustimmt.

Erstmeldung, 8. Februar: Ursprünglich sollte Ludwig-Erhard-Allee am 10. Januar für den öffentlichen Verkehr freigegeben werden. Doch daraus wurde nichts. Der Grund: Die zuständige Baufirma hat die Asphaltschicht der 1,2 Kilometer langen Osttangente rund zwei bis drei Zentimeter zu hoch gebaut.

So sieht die neue Ludwig Erhard Allee aus der Luft aus.

Dieser Fehler ist allerdings erst am 9. Januar bei der Abnahme der Baustelle aufgefallen. Die Proben haben laut Axel Fritz, Abteilungsleiter Straßen bei der Stadt ergeben, dass die „Decke unzweifelhaft in einem Zustand ist, die den technischen Anforderungen an sie nicht entspricht“. Daneben sind weitere Unregelmäßigkeiten festgestellt worden, die die Baufirma ebenso auf eigene Kosten ausbessern muss. 

Obere Schicht der Ludwig-Erhard-Allee muss abgefräst werden

Demnach muss nun die obere Schicht der Ludwig-Erhard-Allee abgefräst und neu aufgetragen werden. Das würde insgesamt eine, maximal zwei Wochen dauern. Wann mit den Arbeiten begonnen wird, ist allerdings noch unklar. Wie Fritz in der Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Feuerwehr und Tiefbau mitteilte, solle dies schnellstmöglich vonstattengehen.

Erst Ende November hat es an der Waldstraße in Grullbad einen ähnlichen Vorfall gegeben. Die Baufirmen haben einen Teil der Waldstraße in Grullbad zwölf Zentimeter zu hoch gebaut.

Entlang einer geplanten Gastrasse sollten nach Angaben von Thyssengas 60 Bäume gefällt werden. Jetzt gibt der Betreiber zu, dass diese Zahl nicht stimmte.

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