Impfzentrum am Konrad-Adenauer-Platz
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So sieht das Impfzentrum am Konrad-Adenauer-Platz aus der Luft aus.

Helfer gesucht

70.000 Euro für Impf-Fahrdienst eingeplant - Nein von der Stadt kam später

  • Alexander Spieß
    vonAlexander Spieß
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Einen städtischen Fahrdienst in Recklinghausen, der Senioren zum Impfzentrum bringt, wird es nicht geben. Auch keine kostenfreien Parkplätze für Impflinge. Das Nein von der Stadt stand allerdings nicht von vornherein fest.

Update, 5. Februar: 17.45 Uhr: Demnach waren vonseiten der Stadt zunächst 70.000 Euro für Fahrten zum Impfzentrum eingeplant. Allerdings nur unter der Prämisse, dass das Land die Kosten erstatten würde. Das hat die schwarz-gelbe Landesregierung, wie berichtet, allerdings nicht vor.

Wenig Verständnis für die Ablehnung zeigt SPD-Fraktionsvize Michael Materna: Die Summe hätte auf den „Corona-Deckel“ geschrieben werden können, den die Stadt dem Land vorlegen wird. Stadtsprecher Hermann Böckmann: „Wir gehen nicht davon aus, dass diese Kosten vom Land als erforderlich angesehen werden.“ Düsseldorf setzt vielmehr auf Angehörige, Nachbarn und Ehrenamtler. Dieses soziale Netz funktioniere auch hier, sagt Böckmann: „Die Hotline der Stadt zum Thema Impfen hat bisher so gut wie keine Anfragen zum Thema Transfer erhalten.“

Die Entscheidung, keine kostenfreien Parkplätze für Impflinge auf dem Konrad-Adenauer-Platz anzubieten, sei vor allem eine der Kreisverwaltung, die das Impfzentrum betreibt, betont der Stadtsprecher. Dort habe man mit vielen Trittbrettparkern gerechnet. Generell sei die Parkgebühr mit 1,50 Euro für eine Stunde zumutbar und falle schließlich auch bei Arztbesuchen an.

Erstmeldung, 5. Februar, 5.30 Uhr: Gespräche zwischen der Kreisverwaltung als Betreiberin des Impfzentrums und den Städten hätten letztlich zur Absage an einen Fahrdienst geführt, teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Auch finanzielle Erwägungen spielten eine Rolle. Schließlich lehne das Land eine Erstattung der Kosten ab. Die Regierung in Düsseldorf vertraue darauf, dass Angehörigein ihrer Mobilität eingeschränkte Impflinge zum Konrad-Adenauer-Platz chauffieren.

Die Stadt weist auf eine Alternative: In ihrer Mobilität eingeschränkte Impflinge können auch mit einem Taxischein zum Impfzentrum fahren. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen. In Ausnahmefällen werde man sich um pragmatische Lösungen bemühen, teilt Stadtsprecher Hermann Böckmann mit. An der Hotline, die die Stadt zum Impfzentrum eingerichtet hat, spiele das Thema des Transfers zum Impfzentrum bisher so gut wie keine Rolle. Die Hotline ist unter Tel. 02361/ 50 26 70 zu erreichen.

Katholische Kirche fragt ehrenamtliche Helfer an

Anders als die Stadt mobilisiert die katholische Kirche ehrenamtliche Helfer, die Senioren sicher zum Impfzentrum und wieder nach Hause bringen werden. Die Gemeindemitglieder werden von zu Hause abgeholt. Anmeldungen nehmen die Pfarrbüros aller drei Pfarreien im Stadtgebiet entgegen. Dort können sich auch noch Freiwillige melden, die mitfahren möchten.

5000 Senioren haben die Gemeinden und die Gemeindecaritas in den Blick genommen. Sie alle sollen in den kommenden Tagen einen Brief mit weiteren Informationen erhalten. Da nicht klar sei, wie viele Senioren Gebrauch von dem Angebot machen werden, habe man sich zunächst auf die Gemeindemitglieder beschränkt. In den Wagen müssen FFP2-Masken getragen werden. Die Impfungen starten voraussichtlich am Montag, 8. Februar.

Vorsichtiges Aufatmen: Im Prosper-Hospital sind am Dienstag die ersten 330 Impfdosen angekommen. Im Elisabeth-Krankenhaus in Recklinghausen sind 14 Mitarbeiter aus der Quarantäne zurück.

Eine Recklinghäuserin hat kürzlich einen Anruf vom Gesundheitszentrum Recklinghausen erhalten. Später fand sie heraus, dass es das gar nicht gibt. Die Polizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche.

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