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Hinter Gittern: Diese Ehrengräber auf dem Lohtorfriedhof sollen saniert werden.

Umfassende Sanierung geplant

Lohtorfriedhof: Stadt will sich um vernachlässigte Ehrengräber kümmern

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Mehrere Ehrengräber in Recklinghausen rotten auf dem Lohtorfriedhof seit Monaten vor sich. Das soll sich ändern. Die Stadtverwaltung nimmt dafür Geld in die Hand.

16 Gräber bekannter Recklinghäuser Persönlichkeiten und Ehrenbürger des 19. und frühen 20. Jahrhunderts seien dringend sanierungsbedürftig. Teils drohen die alten, abgesackten Grabsteine umzufallen. Mehrere Gräber sind bereits seit Mitte September mit Bauzäunen gesichert. Manche Grabsteine haben die Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) aus Sicherheitsgründen bereits umgelegt, darunter jenen von Josef Banniza, den am 25. Februar 1902 verstorbenen „Ersten Rendanten der Städtischen Sparkasse“.

Gutachter schätzt die Kosten auf rund 85.000 Euro

Ein Gutachter schätzt, dass die Sanierung der 16 Grabstellen etwa 85.000 Euro kosten wird. Den Auftrag müsse die Stadt ausschreiben, sagt KSR-Betriebsleiter Uwe Schilling. Das koste Zeit. Arbeiten an Fundamenten seien zudem nicht bei Frost möglich. Deshalb rechnet die Stadt mit einem Beginn der Arbeiten nicht vor März.

Stadt Recklinghausen übernimmt die Verantwortung

"Die Gräber sind nicht in dem Zustand, den der Friedhof und die Bestatteten verdienen", gibt Bürgermeister Christoph Tesche unumwunden zu. Die Stadt trage dafür die Hauptverantwortung. Tesche verweist auf eine mangelnde Kommunikation innerhalb der Stadtverwaltung. So seien die Grabstellen bislang nicht in das Pflegeprogramm der KSR aufgenommen worden. Die Stadttochter kümmerte sich allein um die Parkanlage des historischen Friedhofs. Bürgermeister Tesche verspricht: "Wir werden ein wacheres Auge auf das Gelände haben. Das sind wir den Bürgern und dem Andenken der Bestatteten schuldig."

Lohtorfriedhof gehört der Gemeinde St. Peter

Der Lohtorfriedhof befindet sich im Besitz der Gemeinde St. Peter. In Gesprächen mit Propst Jürgen Quante will die Verwaltung klären, inwieweit sich die Gemeinde an der Instandsetzung der Gräber und den Folgekosten beteiligen wird. Für den Erhalt und die Pflege sogenannter Ehrengräber ist allerdings ohnehin die Stadt zuständig, wenn es keine Angehörigen mehr gibt, die sich kümmern könnten.

Auf dem jüdischen Friedhof gedachten Kultusgemeinde und Stadt unlängst der Opfer des Nationalsozialismus.

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