Prosper-Hospital in Recklinghausen
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Eine Mitarbeiterin des Prosper-Hospitals möchte vor Gericht eine Einigung um Masken-Pausen erwirken.

Keine Einigung

Streit um geforderte FFP2-Masken-Pause am Prosper-Hospital landet vor Gericht

  • Werner von Braunschweig
    vonWerner von Braunschweig
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In einem Streit um die Versetzung einer Krankenschwester im Prosper-Hospital im Anschluss an eine verlangte FFP2-Masken-Pausen hat es am Herner Arbeitsgericht keine Einigung gegeben.

Eine Krankenschwester hatte im Prosper auf der interdisziplinären Intensivstation mit Corona-Patienten gearbeitet. Nachdem sie intern eine Diskussion um regelmäßige FFP2-Masken- und Trinkpausen alle 75 Minuten angestoßen, das Hospital dieses Szenario auf der Intensivstation aber als organisatorisch nicht realisierbar eingestuft hatte, war die Schwester zum 30. November 2020 auf eine andere Station versetzt worden. Die Krankenschwester spricht nun am Arbeitsgericht von Strafversetzung und fühlt sich gemaßregelt.

Neue Station würde Pausen erleichtern

Das Prosper-Hospital hingegen, kann den Wirbel um den Wechsel nicht nachvollziehen. Die Klinik hatte sich auf eine fachliche Gefährdungsbeurteilung gestützt, wonach auf Intensivstationen alle 120 Minuten eine Maskenpause eingerichtet werden kann. Da der Schwester nun auf der neuen Station tätigkeitsbedingt (die von ihr verlangten) Tragezeitpausen leichter möglich sein sollen, könne von einer Strafversetzung überhaupt gar keine Redes sein, betonte die Prosper-Seite. Prosper-Anwalt Potthoff-Kowol: „Wir haben sie umgesetzt, um ihren Vorstellungen gerecht zu werden.“

Krankenschwester fühle sich mundtot gemacht

Die Krankenschwester dagegen möchte unbedingt zurück auf die Intensivstation und ihre Versetzung per Klage als rechtswidrig festgestellt wissen. Vor dem Arbeitsgericht gelang die Einigung am Dienstag nicht. Die Prosper-Seite will einen gerichtlichen Kompromissvorschlag – Rückkehr der Schwester auf die Intensivstation, Angebot von Maskenpausen alle 120 Minuten – gründlich prüfen. Die Krankenschwester würde diesem Weg zustimmen. Kammertermin: 6. Mai. Einen ausführlicheren Bericht gibt‘s im ePaper.

Die Zahl der stationär behandelten Covid-19-Kranken in den drei Krankenhäusern von Recklinghausen geht deutlich zurück, während die Zahl der Impfungen steigt. Im Dezember erkrankte Anika Rentmeister (52) an Covid-19. Unter den Folgen der Infektion leidet die Krankenschwester bis heute.

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