Missbrauch an Tochter

35-Jähriger muss ins Gefängnis

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RECKLINGHAUSEN - Ein Süder ist am Bochumer Landgericht zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Er soll sich an seiner dreijährigen Tochter vergangen haben.

Der Angeklagte hatte den sexuellen Übergriff zunächst bestritten, dann zugegeben und zuletzt wieder bestritten. Sein zwischenzeitlich vor Gericht unter Tränen abgelegtes Geständnis war von ihm überraschend widerrufen worden. Die Richter hatten deshalb zu einer kaum vorstellbaren Maßnahme greifen müssen: Sie vernahmen die Dreijährige als Zeugin. Zuvor hatte das kleine Mädchen, das mit einem Stofftier im Arm vor Gericht erschienen war, schon bei der Polizei und bei einer Glaubwürdigkeitsgutachterin aussagen müssen.

Der Missbrauch soll im Dezember vergangenen Jahres geschehen sein, als der Verurteilte allein mit seiner Tochter in der Wohnung war. Laut Anklage sah der 35-Jährige einen Pornofilm auf seinem Handy an und bezog die Dreijährige in seine Fantasien ein.

Im Prozess hatte der 35-Jährige am Ende behauptet, dass sich seine Tochter alles nur eingebildet und Szenen aus dem Pornofilm auf sich bezogen habe, die sie – zugegebenermaßen – auf seinem Handy gesehen habe. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar über fünf Jahre Haft beantragt.

Rubriklistenbild: © Thomas Nowaczyk

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