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Mit einem 90 Meter hohen Kran ging es für die Dachdecker in luftige Höhe.

Arbeiten in luftiger Höhe

Spektakulärer Höheneinsatz an der Marienkirche: 90-Meter-Kran rückt an

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An der Marienkirche hat es am Dienstag einen spektakulären Höheneinsatz gegeben. Auch für den Dachdeckermeister Andre Stachowitz war er nicht alltäglich.

Einen solch luftigen Einsatz erlebt man in Recklinghausen nicht alle Tage. Die Firma mateco aus Essen rückte mit einem 90 Meter hohen Kran an der Marienkirche an. Der Grund: Das Dach muss ausgebessert werden.

Nach einem Sturm vor einigen Monaten sind Teile des Schieferturms heruntergestürzt und müssen nun erneuert werden. Die Dachdeckerfirma Stachowitz aus Recklinghausen-Süd bessert die Bleistreifen aus, die den Übergang zum Schiefer bilden und führt eine Dachkontrolle durch.

Für die Dachdecker Lars Fischer (l.), Konrad Dorski (m.) und Steigerführer David Grund ging es mit dem Hubsteiger zum Einsatzort.

"Der hohe Kran ist auch für mich ein absolutes Highlight. Das ist das erste Mal in meiner Karriere, das ich mit einem solchen Gerät im Einsatz bin", sagt Dachdeckermeister Andre Stachowitz.

Scheinbar mühelos schiebt sich das Gefährt per Knopdruck von Steigerführer David Grund Meter für Meter in Richtung Himmel – bis zur Kirchturmspitze. Nur ein leises, stetiges Brummen ist zu vernehmen.

Hoch hinaus: 80 Meter über Recklinghausen-Süd | cityInfo.TV

Hoch hinaus: 80 Meter über Recklinghausen-Süd | cityInfo.TV

Arbeiten am Kirchturm beginnen auf 74 Metern Höhe

Als der Boden mehr und mehr schwindet und das Horizontobservatorium im Westen erscheint, stoppt der Kranfahrer sein Arbeitsgerät. Der Kirchturm ist erreicht. 

Das Display zeigt 74 Meter Höhe an. In dieser luftigen Höhe beginnen die Dachdecker Lars Fischer und Konrad Dorski mit den Arbeiten. Bei einer Windstärke von etwa 30 Stundenkilometern schwankt der freischwebende Hubsteigerkorb  munter hin und her.

Mit dem Kran ging es für die Dachdecker auf 74 Meter Höhe.

Dachdecker vertrauen voll und ganz auf die Technik

„Die ersten 15 Minuten hat man schon ein etwas mulmiges Gefühl. Danach hat man sich an die Höhe gewöhnt. Man muss da voll und ganz auf die Technik vertrauen“, sagt Dachdecker Lars Fischer. So weit es die Sicherungsgurte zulassen, die den 41-Jährigen mit Karabinern am Hubsteiger halten, lehnt er sich über das Geländer und befreit das Kirchdach mit Schieferhammer, Schieferschere und der Haubrücke von dem Millionen Jahre alten Gestein.

Schieferdach kann noch hunderte Jahre halten

„Das Dach an sich ist noch in gutem Zustand und kann noch mehrere hundert Jahre halten. Durch das Unwetter haben sich allerdings kleine Haarrisse in dem mehrschichtigen Gestein gebildet, sodass es teilweise auseinander bröckelte“, sagte Fischer. So finden sich auch nach erfolgreichem Abschluss am Nachmittag noch einige Schiefersplitter als Überbleibsel am Fuße der 116 Jahre alten Kirche.

Die Kirchen im Ruhrgebiet müssen immer mehr Austritte hinnehmen. Warum die Gotteshäuser an Bedeutung verlieren, lesen Sie hier.

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