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Recklinghausen, Sport Spiel und Bewegungsfest im Suedpark. Foto: J. Gutzeit

Südpark

Spielfest soll Kinder in Bewegung bringen

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RECKLINGHAUSEN - Mit einem bunten Spiel-, Sport- und Bewegungsangebot verwandelte die Stadt am Freitag den Südpark erstmals in einen großen Spielplatz. Denn davon gibt es im Recklinghäuser Süden viel zu wenige. Kein Wunder also, dass sich zahlreiche Eltern und Kinder auf der Wiese an der König-Ludwig-Straße tummelten.

„Der Südpark ist der schönste in Recklinghausen“, ist sich Jugendhilfeplaner Joachim Glenneschuster sicher. „Der muss für Familien attraktiver werden.“ Das Spiel- und Sportfest war ein erster großer Schritt. Nachdem die Veranstaltung im vergangenen September buchstäblich ins Wasser gefallen ist, war der nachgeholte Auftakt ein voller Erfolg. Bei strahlendem Sonnenschein flitzten zahlreiche Mädchen und Jungen über die Wiese, spielten die Kinder Tischtennis und Badminton und probierten die Wasserlaufbälle aus.

Zu wenig Feste

Viele Organisationen haben sich dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie angeschlossen und die Wiese an der König-Ludwig-Straße in ein Spielparadies verwandelt. „Die Hüpfburg ist am tollsten“, findet die fünfjährige Jiaa. Aber auch der Trommelworkshop begeistert die junge Besucherin und ihren Bruder Christian (3). Mutter Omnia Abider freut sich über das Angebot im Südpark. „In Süd gibt es leider nicht so viele Feste, deshalb ist das super. Wenn das Wetter schön ist, wollen meine Kinder jeden Tag zum Spielplatz gehen“, erzählt die junge Mutter. Spielplätze sind bei kleinen Kindern zwar immer noch groß im Rennen – doch im Recklinghäuser Süden rar gesät. „Die, die da sind, sind in einem guten Zustand, aber es gibt in Süd, Grullbad, König Ludwig und Hochlarmark einfach zu wenige“, erklärt Joachim Glenneschuster.

Kinder aus ärmeren Stadtteilen leiden an Koordinierungsstörungen

Ab sofort ist der Stadt-Sport-Verband jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr auf dem Spielplatz am Rutschenturm vor Ort – bis zum 13. Juli.

Das Spielfest hatte noch einen weiteren wichtigen Anlass: Kinder in Bewegung halten und kriegen. Das sei laut Joachim Glenneschuster dringend notwendig. Die Ergebnisse des Bildungs- und Gesundheitsberichts, der aus den Vorschuluntersuchungen des Kreises resultiert, haben gezeigt: „Kinder aus ärmeren Stadtteilen sind überdurchschnittlich oft adipös und haben Körperkoordinierungsstörungen“, berichtet der Jugendhilfeplaner. „Wir müssen mehr für Spiel, Sport und Bewegung, für die Kinder tun. Sie wollen rennen und spielen“, ist sich Joachim Glenneschuster sicher.

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